BAZENHEID: Farbenfrohes Miteinander

Im Rahmen von «Kirchberg bewegt» trafen sich am Samstagabend rund 350 Einwohnerinnen und Einwohner zum «Tag der Begegnung» im Schulhaus Eichbüel.

Beat Lanzendorfer
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Die Volkstänze der serbischen Gruppe, bestehend aus Kindern und Erwachsenen, waren Teil des Unterhaltungsprogrammes am Samstagabend. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die Volkstänze der serbischen Gruppe, bestehend aus Kindern und Erwachsenen, waren Teil des Unterhaltungsprogrammes am Samstagabend. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

Die Idee «Tag der Begegnung» ist nicht neu. Joseph Koch, der am Samstag die Festwirtschaften koordinierte, mag sich an die Anfänge um die Jahrtausendwende erinnern. «Weil der Begegnungstag ankam, einem echten Bedürfnis entsprach und Wünsche nach einer Fortsetzung deponiert worden sind, organisierten wir in unregelmässigen Abständen weitere Völker verbindende Veranstaltungen. Zuletzt vor vier Jahren, als der FC Bazenheid sein 75-Jahr-Jubiläum feierte.» Neu ist, dass der «Tag der Begegnung» in diesem Jahr ein Teilprojekt von «Kirchberg bewegt» darstellt. Dessen Organisationskomitee hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen zu bewegen und zu verbinden. Das ist ihm gelungen. Der Erfolg des vor sieben Jahren erstmals durchgeführten «Kirchberg bewegt» ist nachhaltig.

Kommission für Integrationsfragen lud ein

Denise Huber präsidiert als Gemeinderätin unter anderem die Kommission für Integrationsfragen. Zusammen mit Joseph Koch war sie die treibende Kraft hinter dem «Tag der Begegnung». Sie zeigt sich vom Anlass angetan: «So farbenfroh wie unser Flyer, so farbenfroh gestaltet sich unser Leben in der Gemeinde Kirchberg. Es ist schön, dass die Menschen aufeinander zugehen, ins Gespräch kommen und miteinander Zeit verbringen. Der heutige Abend hat seinen Zweck mehr als erfüllt, es freut mich, dass so viele Menschen gekommen sind.» Erleichtert wurde den rund 350 Besucherinnen und Besuchern der Aufenthalt mit einigen kulinarischen Leckerbissen. Ob Spaghetti, Raclette, Gulasch, Indisches oder Spezialitäten aus dem Balkan, die Auswahl war beachtlich. Für Kaffee und Kuchen waren Vreni Metzger, Claudia Aguado und Trudi Schönenberger zuständig. Sie hatten im Vorfeld Sonderschichten eingelegt, um alle Wünsche der süssen Versuchung abzudecken. Nebst der kulinarischen Genüsse bot die Bühne Raum für Darbietungen. Hier hielt Remo Sprecher das Zepter in Händen, der im Verlaufe des Abends verschiedene Künstler ansagen durfte. Darunter waren Kinder und Erwachsene aus Serbien, die mit ihren Volkstänzen den Anwesenden ihre Kultur näherbrachten. Ein sicherer Wert ist noch immer der einheimische Fatlum «Lumi» Musliji, 2011 Finalist bei den grössten Schweizer Talenten, er hat nichts von seinen tänzerischen Fähigkeiten eingebüsst. Gepasst hat auch das «Trio Spindle» aus Herisau, das sich auf Volksmusik aus Appenzell, dem Balkan, Irland, Südamerika und Kuba spezialisiert hat.

Zusammenleben im Dorf und der Gemeinde klappt

Denise Huber dankte allen, die mithalfen, dass das Fest ein Erfolg wird. Sie betonte: «Hinter dem Anlass steht keine kommerzielle Absicht; sollte trotzdem ein Gewinn resultieren, wird dieser einem guten Zweck zugewiesen.» Der «Tag der Begegnung» zeigte, dass das Zusammenleben in der Gemeinde und im Besonderen im Vielvölkerdorf Bazenheid klappt. Dieser Meinung war auch der anwesende Pfarrer Albin Rutz, der den Abend sichtlich genossen hat.