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BAZENHEID: Anfang eines langen Lernprozesses

Die Maturandin Céline Eberl produzierte ein eigenes Musikvideo. Sie hätte nie geglaubt, dass ein solches Projekt mit so viel Aufwand verbunden ist.
Noëlle Lee
Céline Eberl filmt ein eigenes Musikvideo. (Bild: PD)

Céline Eberl filmt ein eigenes Musikvideo. (Bild: PD)

Noëlle Lee

noelle.lee@toggenburgmedien.ch

Ein Mädchen mit einem grossen Rucksack auf dem Rücken lässt den Blick suchend über die idyllische Umgebung schweifen. Währendem Tyler Joseph, Leadsänger von «Twenty One Pilots», im Hintergrund von Schmerz und Erlösung singt, tritt sie eine Reise an. Es geht durch einen Wald, zu einem See und über ein Feld. Doch das Ziel scheint immer noch in weiter Ferne zu liegen. Also wandert sie weiter.

«Das Musikvideo erzählt die Geschichte einer jungen Frau», erklärt Céline Eberl die Handlung ihres Videos, «auf der Suche nach einem Zufluchtsort, fern von der Realität.»

Schon der Grossvater filmte gerne

Seit jeher ist die Maturandin von Kameras umgeben. Als Kind filmte der Grossvater sie auf Wanderungen und Familienfesten, heute veranstaltet sie selbst Fotoshootings mit ihren Freunden. Das Interesse am Apparat begleitete sie durch ihr ganzes Leben. Deshalb entschied sie sich, im letzten Jahr ihrer gymnasialen Laufbahn an der Kantonsschule Wattwil, ihre Maturaarbeit der Videographie zu widmen.

Weil sie gerne Musikvideos ansieht, entschloss sich Céline Eberl dazu, die Herausforderung anzunehmen und ein solches selbstständig zu produzieren. Ihr Ziel war es, dass das Video nicht nur ästhetisch zur Musik passt, sondern auch den Text des Liedes visualisiert. Dafür wählte sie das Stück «The Judge» des Musikerduos «Twenty One Pilots».

Die Musik der beiden Künstler zeichnet sich vor allem durch Stilvielfalt und philosophische Liedtexte aus.

Dreharbeiten mit Hindernissen

Nachdem die Gymnasiastin ihre vielen Ideen in ein Drehbuch verfasst und sich ausgiebig über Kameras informiert hatte, «bewaffnete» sie sich mit der geeigneten Ausrüstung und nahm die Dreharbeiten in Angriff. Trotz des Engagements der beiden Laienschauspieler und von Céline Eberl selbst, sah sie sich während des Filmens mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert. Nicht nur das Wetter wollte nicht immer mitspielen, auch ihr Drehbuch stellte mehr ein Hindernis dar, als dass es ihr weiterhalf. Deshalb reagierte sie fortan spontan auf die Gegebenheiten, die ihr die Natur lieferte und folgte immer weniger dem Skript.

«Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase liess ich meiner Kreativität freien Lauf und filmte vieles aus dem Kopf», schildert die Maturandin ihre Erfahrung. Doch Céline Eberl machte nicht nur die Arbeit, die eigentlich Regisseur und Kameramann zukommen würden, sie fungierte auch als Editorin. Mit einer Software, mit der auch international bekannte Spielfilme wie «Mission: Impossible» oder «Batman» geschnitten wurden, bearbeitete sie ihre zuvor gemachten Filmaufnahmen. Die Handhabung eignete sie sich selbst mit der Hilfe einer Anleitung aus dem Internet an. Sie schnitt die gefilmten Sequenzen und passte das Video der Musik an, sodass die Aufnahmen und der Liedtext miteinander harmonierten. Die Gymnasiastin zeigt mit ihrer Maturaarbeit, wie viel tatsächlich hinter den hochwertigen Videos steckt, die man aus dem Alltag kennt. Nicht nur eine professionelle Ausrüstung ist von Nöten, sondern auch viel Erfahrung, Zeit und Glück.

Motiviert für weitere Projekte

Die Kenntnisse, die ihr fehlten, musste sie sich selber beibringen und die begrenzten Ressourcen, die sie zur Verfügung hatte, möglichst gewinnbringend nutzen lernen. Jedoch stellten sich die Erfahrungen, welche sie durch ihre Maturaarbeit erlangte, als äusserst lehrreich für Céline Eberl heraus. «Mir fiel auf, wie ich mit der Zeit ein Auge für gute Motive entwickelte», sagt sie.

Die Rückschläge, die sie während des Arbeitsprozesses erlitt, schrecken sie nicht vor weiteren Projekten ab. Im Gegenteil, die Maturandin ist entschlossen, noch mehr über das Filmen zu lernen und ist immer noch motiviert. «Ich überlege mir, einen Youtube-Channel zu erstellen, um dieses und allenfalls kommende Projekte zu veröffentlichen», sagt die junge Frau.

Quelle: Maturaarbeit «The Judge – Die Produktion eines Musikvideos» von Céline Eberl

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