Baustellen-Apéro statt Spatenstich

FLAWIL. Eine Baustelle wird in der Regel mit einem Spatenstich eröffnet. Die Sanierung des Naturrasens sowie der Neubau des Kunstrasens auf der Schützenwiese begann ohne diesen offiziellen Teil. Dieser wurde am Wochenende in Form eines Baustellen-Apéros nachgeholt.

Urs Nobel
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Die Idee, einen Baustellen-Apéro anstelle eines offiziellen Spatenstichs durchzuführen, kam gut an. (Bild: Urs Nobel)

Die Idee, einen Baustellen-Apéro anstelle eines offiziellen Spatenstichs durchzuführen, kam gut an. (Bild: Urs Nobel)

Sie waren alle eingeladen: die Vertreter der Gemeinde, der Interessengemeinschaft Sport, die Landbesitzer und Pächter, ja sogar vom Ostschweizer Fussballverband. Selbstverständlich auch die Mitglieder des FC Flawil. Und alle kamen und zeigten sich begeistert ob der Baufortschritte auf der Schützenwiese. Die Vorfreude auf die neuen Anlagen ist gross. Je nach Baufortschritt soll das neue Kunstrasenspielfeld im Verlauf des Novembers, spätestens Dezembers 2013, in Betrieb genommen werden.

Eine Notwendigkeit

Gemeinderat Erwin Thalmann (Ressort Kultur, Freizeit und Sport) blickte in seinen Worten zurück auf die frühere Zeit, als das Rasenspielfeld auf der Schützenwiese keinen guten Ruf genoss. Und er meinte deshalb, dass jetzt zwar ein grosser Wunsch in Erfüllung gehe, der aber auch einer dringenden Notwendigkeit entspreche.

Verletzung ohne Einwirkung

Roland Büeler, der Präsident des FC Flawil, erinnerte sich in seiner Grussrede an die zwei vergeblichen Anläufe einer Sanierung der Schützenwiese, die nun aber schon Jahrzehnte zurückliegen. «Dass die Bürgerschaft von Flawil dem vorliegenden Projekt zur Sanierung zugestimmt hat, betrachte ich als einen Meilenstein in der Geschichte des FC Flawil.» In Zukunft müsse man keine Angst mehr haben, sich beim Betreten des Spielfeldes ohne gegnerische Einwirkung zu verletzen.

Vergleich mit Europa League

Urs Diethelm, der Projektleiter des FC Flawil, wartete mit zahlreichen Details zum Projekt auf. «Das Projektteam hat eine sorgfältige Planung hinter sich, und dabei wurde auch Bekanntem und Unbekanntem Rechnung getragen. So, wie wenn eine Profimannschaft ihre Europa-League-Einsätze zu planen hat.» Rund 40 Ansprechgruppen seien an diesem Projekt direkt oder indirekt beteiligt gewesen. «Unter anderem waren wir auch auf eine positive fischereirechtliche Beurteilung angewiesen.» Vier Monate nach Einreichung des Gesuchs habe die Baubewilligung erteilt werden können.

1.-Liga-tauglich

Zu den beiden Spielfeldern teilte Diethelm mit, dass diese 100 × 64 Meter gross würden und somit 1.-Liga-tauglich wären. Bei der Beleuchtung sei man vorerst noch etwas sparsam geblieben. «Sie wird Amateurliga-tauglich sein, kann jedoch erweitert werden.» Zwischen den beiden Spielfeldern ist eine kleine ungedeckte Tribüne vorgesehen.