"BAUER, LEDIG, SUCHT"-KANDIDAT: Zwischen Heuen, Hunden und Herzdame

Lukas Gämperli ist derzeit als Kandidat in der neuen Staffel von «Bauer, ledig, sucht» zu sehen. Eine Woche lang hat ihn ein Kamerateam auf seinem Hof in Jonschwil auf Schritt und Tritt begleitet. Die Dreharbeiten fand er lustig, aber auch stressig.

Ursula Ammann
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Lukas Gämperli und die Hofhündin Mira. Auch sie stand vor der Kamera. (Bild: Ursula Ammann)

Lukas Gämperli und die Hofhündin Mira. Auch sie stand vor der Kamera. (Bild: Ursula Ammann)

Ursula Ammann

ursula.ammann@wilerzeitung.ch

Es ist ein sonniger Vormittag. Die Kühe grasen auf der Weide. Schon um vier Uhr ist Lukas Gämperli an diesem Morgen aufgestanden, um sie zu melken. Jeden Tag ist er zur gleichen Zeit im Stall. Fast jeden. Letzten Freitag ist es ein bisschen später geworden. Der Jungbauer hat sich nämlich am Abend zuvor mit Kollegen die erste Folge der neuen Folge von «Bauer, ledig, sucht» angeschaut und kam deshalb ziemlich spät ins Bett. Er selbst ist bei dieser Sendung als Kandidat dabei. Im Mai hat ihn das Kamerateam auf seinem Hof in Jonschwil begleitet. Eine Woche lang.

Mit der Sennenhündin auf den Ballenberg gereist

Vor zwei Jahren hat der 26-Jährige den Betrieb von seinem Vater übernommen. Neben 19 Kühen hegt und pflegt er zahlreiche Obstbäume. Zudem leben derzeit acht Hunde auf dem Hof. Nicht erwarten würde man die vier Chihuahuas, wovon ein Weibchen drei Junge hat. Da passt die Berner Sennenhündin Mira schon etwas besser ins Bild. Sie hat Lukas Gämperli an die Stubete ins Freilichtmuseum auf dem Ballenberg begleitet und damit in ihrem fünfjährigen Leben die erste grosse Reise angetreten. «Ich war selbst erstaunt, wie gut sie das gemeistert hat», sagt der Jungbauer stolz. Auf dem Ballenberg hat Gämperli auch seine Herzdame kennen gelernt.

Ob die beiden noch zusammen sind, darf an dieser Stelle nicht verraten werden, sonst gäbe es in den folgenden Sendungen keine Überraschungen mehr. Er sei ohne grosse Erwartungen in die Dreharbeiten gegangen, sagt Lukas Gämperli. «Ich nehme ­alles, wie es kommt.» Angemeldet hat ihn die jüngste seiner drei Schwestern am vergangenen Neujahrsabend. Er selbst dachte, «es wird eh nichts draus». Nur wenige Tage später habe das Telefon geklingelt, erzählt der Jungbauer. Und so ergab eines das andere.

Die Dreharbeiten bezeichnet er als lustig, aber auch streng. Das Kamerateam befand sich von morgens bis abends auf dem Hof. «Zu jener Zeit war ausgerechnet auch noch Heuwetter», erzählt Lukas Gämperli. «Zusätzlich hatte ich noch Kalberkühe.» Deshalb sei das Ganze schon etwas stressig gewesen.

Würde nur noch im Winter mitmachen

Sich auf Schritt und Tritt von einem Filmteam begleiten zu lassen, fand der Jonschwiler zwischendurch etwas gewöhnungsbedürftig – interviewt zu werden auch. «Ich habe sonst ein ziemlich grosses Maul, aber vor laufender Kamera fehlten mir manchmal schlicht die Worte», gibt Lukas Gämperli zu. Er habe aber nicht nach Drehbuch auswendig lernen müssen, so der Jungbauer. «Ich konnte frei reden.» Lediglich einige Tipps habe er bekommen. Ein Drehbuch gibt es gemäss dem Fernsehsender 3+ auch nicht.

Auf seine Teilnahme bei «Bauer, ledig, sucht» angesprochen worden ist Lukas Gämperli noch kaum. Die neue Staffel ist aber auch erst vor kurzem angelaufen. Würde er nochmals zusagen? Es sei eine gute Erfahrung gewesen, sagt der Jungbauer. «Doch mitmachen würde ich nur noch im Winter. Dann gibt es auf dem Hof weniger zu tun.»