Bauchlandung in der Heimrunde

Das NLA-Team der Faustballgemeinschaft Rickenbach Wilen (RiWi) unterlag in seinen Spielen dem Zweitletzten Neuendorf und dem Tabellen- schlusslicht Vordemwald. Neuendorf hat somit den Rang mit den Hinterthurgauern, die sich nun ihrerseits im Abstiegsstrudel befinden, getauscht.

Urs Nobel
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Grosse Probleme bekundete RiWi unter anderem auch mit den kurz geschlagenen Bällen ihrer Gegner. (Bild: Urs Nobel)

Grosse Probleme bekundete RiWi unter anderem auch mit den kurz geschlagenen Bällen ihrer Gegner. (Bild: Urs Nobel)

FAUSTBALL. Es hätte ein kleines Fest werden sollen. RiWi durfte davon ausgehen, dass sein erster Heimauftritt in der höchsten Liga nach zweijähriger Abstinenz eine grössere Zuschauerzahl anlocken würde. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es in der Region die einzige Sportveranstaltung war, in der es um etwas ging. Kommt hinzu, dass die Spiele auf dem Ägelsee für RiWi von einiger Brisanz waren. es hätte sich an einem einzigen Spieltag aus den abstiegsgefährdeten Rängen verabschieden können.

Starker Regen kurz vor Beginn

Der starke Regen vor Spielbeginn verhinderte wahrscheinlich, dass eine grössere Anzahl Besucher den Partien beiwohnten. Wer nicht kam, wurde dafür nicht enttäuscht. Denn RiWi spielte weit unter seinem Niveau. Gegen den Tabellen-Zweitletzten verloren die Hinterthurgauer in kurzer Zeit 0:3. Die Einheimischen waren überhaupt nicht bereit und schlugen sich mit ihren Fehlern selber. Vorne am Anschlag mit viel zu vielen Eigenfehlern und in der Defensive mit Abwehraktionen, welche die Frage nach der Qualität der Akteure aufwarf. Natürlich hatte der nasse Rasen zur Folge, dass die Ballannahme schwieriger war. Die Gegner, die ihren starken Akteur im Anschläger Dominik Zeltener hatten, bekundeten mit den äusseren Umständen jedoch weit weniger Probleme. RiWi verlor in drei Sätzen 7:11, 8:11 und 10:12. Die nach Umstellungen gegen Schluss der Partie verbesserten Hinterthurgauer liessen wenigstens die Hoffnungen offen, dass es in ihrem zweiten Spiel gegen Vordemwald besser werde.

2:0 in Führung und verloren

Während sich die Heim-Mannschaft ein Spiel lang ausruhen und auf das nächste vorbereiten konnten, lieferten sich Neuendorf und Vordemwald einen Abnützungskampf, der 3:2 zugunsten Neuendorfs ausging. Mit diesem Resultat war der drittletzte Rang in der Tabelle erreicht und RiWi überholt. Doch es stand ja noch ein Spiel an und die Einheimischen konnten den Stand wieder korrigieren. Es sollte aber eine weitere Enttäuschung absetzen. Obwohl RiWi gegen Vordemwald 2:0 in Führung, verlor es 2:3. Es wirkte sich allzu negativ aus, dass kaum mehr ein Ball beim Aufbau in die Nähe der Leine kam, um wirkungsvoll zu punkten. Zudem häufte sich die Fehlerquote wieder, weil man einfach zu stark unter Druck geriet. Auf Seiten von Vordemwald punktete Dominik Ruf in regelmässiger Folge und Mittelmann Luca Flückiger pflückte jeden Ball und verlieh so seinem Team den nötigen Rückhalt.

Riesige Enttäuschung

Die Enttäuschung im RiWi-Lager nach den Niederlagen war riesig. RiWi-Trainer Benjamin Meile fand für einmal keine Worte, um sein Team zu schützen und die schwache Leistung zu erklären. «Ich bin ganz klar nicht zufrieden. Wir waren anfänglich im zweiten Spiel daran, den Schock aus dem ersten Spiel vergessen zu machen. Unerklärliche erneute Fehler führten schliesslich auch zur Niederlage in der zweiten Partie. Unsere beiden heutigen Gegner waren auf jeden Fall nicht besser als wir.»