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BAU: Neues Quartier mit grünem Kern

Im Grossacker in Niederuzwil ist eine Überbauung mit 300 Mietwohnungen geplant. Die Realisierung erfolgt in Etappen. Die Uze AG als Bauherrschaft investiert rund 100 Millionen Franken in das Projekt.
Urs Bänziger
Die insgesamt zehn Wohnhäuser der Überbauung sind ringförmig angelegt. Die erhaltene Grünfläche soll als Park mit öffentlichen Gehwegen genutzt werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Die insgesamt zehn Wohnhäuser der Überbauung sind ringförmig angelegt. Die erhaltene Grünfläche soll als Park mit öffentlichen Gehwegen genutzt werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch

Für die Entwicklung Uzwils vom Dorf zur Stadt sei die Wiese im Gebiet Grossacker in Nieder-uzwil eine entscheidende Baulandreserve, sagte Gemeindepräsident Lucas Keel. In Etappen soll nun das 36000 Quadratmeter grosse Grundstück überbaut werde. Am Dienstagabend wurde das vom Zürcher Architekturbüro Harder Spreyermann ausgearbeitete Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Uze AG als Bauherrschaft ist die Nachhaltigkeit wichtig. «Wir wollen nicht möglichst viele Wohnungen erstellen, sondern es soll ein attraktives Wohnquartier entstehen», betonte Tobias Wagner, Leiter Immobilien. Dafür lässt sich das Immobilienunternehmen der Fa­milie Bühler im Endausbau rund 100 Millionen Franken kosten.

Alle Wohnungen werden vermietet

Geplant sind 300 Wohnungen. Sie sollen vermietet werden. Die Uze AG verkaufe keine Eigentumswohnungen, sagte Wagner. Das Unternehmen investiere in Bauprojekte, die sie behalte. Ziel seien langfristige Vermietungen. Ob Uzwil überhaupt so viele Wohnungen brauche, wurde aus dem Publikum gefragt. Es be­stehe in der Gemeinde vor allem ­einen Bedarf an Wohnungen mit gewissem Standard, antwortete Keel. Sozialwohnungen habe es genug. Zurzeit sei der Leerwohnungsbestand gleich null. Damit dieser nicht in die Höhe schnellt und die öffentliche Infrastruktur (Schule, Verkehr) nicht überfordert ist, wurde mit der Bauherrschaft vereinbart, die Überbauung in mindestens drei Etappen zu realisieren. Und zwar so, dass die Bauherrschaft die Einwil­ligung der Gemeinde einholen muss, will sie die zweite Etappe früher als in fünf Jahren erstellen.

Die Architekten haben dem Projekt den Namen «Wieseon» gegeben. Er steht für Wiese und Vision. Von der Grünfläche soll ein grosser Teil erhalten bleiben. Die total zehn Gebäude sind ­ringförmig angeordnet, in unterschiedlicher Form und Höhe. In der Mitte entsteht eine Parkanlage mit Spielwiese, Spielplatz und öffentlich begehbaren Wegen. «Wir wollen ein lebendiges Quartier für alle Generationen schaffen», betonten Bauherrschaft und Planer. Vorgesehen sind Anderthalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen.

Erschwinglich für Familien mit Kindern

Ein Café, Mehrzweckraum, Gewerberäume, eine Kindertagesstätte sind als weitere belebende Elemente vorgesehen. Ob sich Familien mit Kindern die grossen Wohnungen denn leisten könnten, wurde gefragt. Günstig seien die Mietpreise nicht, antwortete Wagner. «Aber wir wollen auch keine Schallgrenze überschreiten.» Diese liegt nach seinen ­Angaben um die 2000 Franken, exklusive Nebenkosten.

Obwohl die Zufahrt zur Überbauung über die Gupfen- und Grossackerstrasse erfolgen wird, befürchten Anwohner der Fried­eck- und der Waldburgstrasse mehr Verkehr vor ihren Häusern. Sie bemängelten, dass die Zahl der Besucherparkplätze knapp gehalten sei. Der Gemeinde­präsident versicherte, dass nicht die Absicht bestehe, die beiden Quartierstrassen auszubauen.

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