BAU: Mehr Raum im und fürs Dorf

Die Realisierung des Kulturgebäudes prägte die Arbeit des Vorstandes des Vereins Dorfbühne Lenggenwil im 2016. Im Herbst soll es fertig erstellt sein.

Zita Meienhofer
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Rolf Högger zeigte mit Bildern den Baufortschritt des Kulturgebäudes. (Bild: Zita Meienhofer)

Rolf Högger zeigte mit Bildern den Baufortschritt des Kulturgebäudes. (Bild: Zita Meienhofer)

Der Verein Dorfbühne Lenggenwil ist vor mehr als 30 Jahren ­entstanden, als die Turnhalle mit dem Mehrzweckgebäude erstellt wurde und die Dorfbevölkerung sich auch noch eine Bühne sowie eine Küche wünschte. Durch die gemeinsame Fronarbeit aller Dorfvereine und aus dem Erlös etlicher Veranstaltungen wurde dieser Wunsch wahr. Seither ist der Verein Dorfbühne nicht nur für den Unterhalt der Dorfbühne sowie der Küche zuständig, sondern für allgemeine Belange des Dorfes. Deshalb lag es letztlich auch am Verein Dorfbühne – der Vorstand setzt sich aus Mitgliedern der verschiedenen Dorfvereine zusammen –, die Realisierung des Kulturgebäudes an die Hand zu nehmen und rund 1,2 Millionen Franken in dieses Vorhaben zu investieren.

Das Bauprojekt habe das vergangene Jahr geprägt, sagte Rolf Högger, Präsident des Vereins. Er freut sich über den Baufortschritt des neuen Gebäudes, in dem der Dorfladen, eine rollstuhlgängige sanitäre Anlage, Lagerräume und ein Multifunktionsraum Platz ­haben sollen. Erfreut ist Högger auch, dass das 30-jährige Mehrzweckgebäude, für dessen Vermietung der Räume der Verein Dorfbühne ebenfalls zuständig ist, ununterbrochen beliebt und begehrt sei.

Noch unklar ist, wie die Diskussion an der Hauptversammlung zeigte, wie die Umgebung rund um das neue Kulturgebäude im Detail gestaltet wird. Für die Umsetzung und Finanzierung ist die Politische Gemeinde Nieder­helfenschwil zuständig. Die Bürgerschaft hatte im Herbst 2015 einen Kredit von 590 000 Franken gesprochen. Ein Anwesender wünschte, dass die Vertreter der Dorfbühne vor der Realisierung der Umgebung Einblick in die Pläne erhalten.

Im Weiteren wurde angeregt, sich auch über den Platz vor dem Restaurant Krone Gedanken zu machen. Es könne nicht sein, dass die Umgebung auf der einen Seite des Kulturgebäudes neu geschaffen und der Platz auf der anderen Seite – neben dem Restaurant Krone – vernachlässigt werde. Ein Vertreter der Kronen GmbH – die Fläche gehört den Inhabern – erklärte, dass bei ihnen zurzeit der Umbau des Restaurants im Vordergrund stehe. Er zeigte sich aber nicht abgeneigt, dass die Gestaltung des Kronen-Platzes in die Umgebungsgestaltung des Kulturgebäudes einfliessen könnte.

Letztlich kritisierte ein Anwesender die Zustände der Postautohaltestelle gegenüber der ehemaligen Post. Er wünscht sich, dass neben dem Kiesplatz zumindest eine Sitzbank, womöglich mit Überdachung, realisiert werde.

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch