Baseball
Höhenflug im Baseball: Die Wiler U-12 kann an ein Turnier nach Genf

Ende August spielen die Wiler Devils in Genf um den Meistertitel. Wenn sie eines der Spiele gegen die Geneve Dragons gewinnen, treffen sie ihre Widersacher für das entscheidende Rückspiel auf heimischem Rasen. Gewinnen sie zwei der drei Spiele, sind sie für das Finalspiel qualifiziert.

Elia Fagetti
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Das Team freut sich auf die Chance, den Meistertitel zu holen.

Das Team freut sich auf die Chance, den Meistertitel zu holen.

Bild: PD

Nachdem die Schweizer Nationalmannschaft in Russland verlor, können nun die ganz Kleinen an ein wichtiges Turnier in Genf. Das Wiler U12 Team vom Head Coach Bryan Patton, der momentan in den USA verweilt, qualifizierte sich für die «Final Four Round». Diese Runde umfasst die vier besten Teams der Sieben- bis Zwölfjährigen. Sie haben sich in einer Gruppe aus fünf Mitkontrahenten behaupten können. Das Team besteht aus 13 Spielern. Davon kommen dieses Jahr vier von den ganz Kleinen, den sogenannten BeeBallern. Diese sind zwischen vier und sechs Jahre alt. Assistenz-Trainer Andreas Friedli ergänzt dazu:

«Das Kernteam, welches seit mehreren Jahren zusammenspielt, wurde durch neue Talente der Kleinsten ergänzt. »

Im Klub schaue man darauf, dass jedes der Kinder spielen kann. Nicht der Sieg, sondern der Spass am Spiel solle im Vordergrund stehen. Deshalb habe man in den letzten Jahren auch immer wieder Niederlagen in Kauf genommen, auch wenn man in Führung lag. Doch dieses Jahr habe man eine Chance, da viele der Mannschaft schon seit mehreren Jahren zusammenspielen und das Gefälle innerhalb der Mannschaft klein ist.

Schwierig Kinder für den Sport zu begeistern

«Es ist eine Herausforderung Spieler für den Sport zu gewinnen», sagt Friedli. Der Sport sei nicht so bekannt wie in anderen Teilen der Schweiz. In Zürich, Genf und Basel leben viele Expats, welche oft Kinder haben, die schon lange Baseball spielen. Der Trainer sagt dazu:

«Wir sind die Aussenseiter.»

Doch sie seien gut vorbereitet. Neben dem guten Zusammenspiel, habe man auch gute Werfer. Diese seien, laut Friedli, sehr wichtig, da sie den Ball ins Spiel bringen und so den Fluss des Spiels massgeblich mitbestimmen können. Hinzu komme die Tatsache, dass die Spieler seit zwei bis drei Jahren auch im Winter trainiert werden.

Die Werfer, oder im Englischen Pitcher genannt, sind essenziell für den Spielfluss.

Die Werfer, oder im Englischen Pitcher genannt, sind essenziell für den Spielfluss.

Bild: PD

Ausserdem bekam der Klub vergangenen Sommer technische Unterstützung. Jimmy Hammond, ein Amerikaner, kam nach Wil und bot dem Klub seine Hilfe an. Durch sein Fachwissen konnte die Technik der Spieler verbessert werden. Dies habe massgeblich zur Qualität des Teams beigetragen, berichtet Trainer Friedli.