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Frau mit Barriere-Video lächerlich gemacht: Wiler Parkhaus-Mitarbeiter entgeht der Kündigung

Ein Video einer Frau, die von einer Schranke am Kopf getroffen wurde, ist viral gegangen. Nun hat die Geschäftsführung der Wiler Parkhaus AG ihren Mitarbeiter verwarnt, der den Mitschnitt weiterverbreitet hat, sieht aber von einer Kündigung ab.
David Grob
Die entscheidende Szene aus dem Video, das viral ging: Die Frau wird von der Schranke getroffen. (Screenshot)

Die entscheidende Szene aus dem Video, das viral ging: Die Frau wird von der Schranke getroffen. (Screenshot)

Von vierzig Sekunden Ruhm zu einer Fast-Kündigung. Der «Blick» veröffentlichte ein Video eines Lesereporters, das ein Missgeschick einer Frau in der Tiefgarage unter dem Wiler Stadtsaal zeigte. Die Boulevard-Zeitung tönte an, dass dem Mitarbeiter der Wiler Parkhaus AG, der den Film machte, möglicherweise die Kündigung drohe. Was ist passiert?

Am Anfang steht ein eigentlich banales und kurioses Missgeschick im Parkhaus unter dem Wiler Stadtsaal. Im 40-sekündigen Video ist zu sehen, wie sich eine Frau beim Verlassen des Wiler Parkhauses mit einem Kleinwagen in eine missliche Lage manövriert hat. Zwischen Parkhausschranke und Billettautomat steckt das Auto fest. Die Autotür ist geöffnet, ebenso die Barriere. Die Frau erklärt gegenüber dem «Blick»:

«Ich habe bei der Ausfahrt die Türe geöffnet, dann muss ich versehentlich zurückgerollt sein.»

Im schlimmsten Fall hätte es ihr die Tür eingedrückt. Ein Mitarbeiter des Parkhauses hilft ihr und befreit den Fiat aus der Klemme. Die Frau folgt dem Wagen, die Schranke senkt sich, knallt ihr wuchtig auf den Kopf und wirft sie zu Boden. Sie bleibt unverletzt und verkommt durch das Fail-Video zum Objekt kurzzeitiger Netz-Belustigung.

Denn eine Person filmte den kuriosen Unfall von einem Überwachungsmonitor ab. Gemäss Thomas Wipf, Geschäftsführer der Wipa, der im Artikel zitiert wird, handelt es sich bei dieser Person um den Mitarbeiter, welcher der Frau zu Hilfe eilte. Er verschickte das Video familienintern über Whatsapp weiter und löste so «eine Lawine» aus, wie es Wipf im «Blick» ausdrückte.

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Die Wipa sieht von einer Kündigung ab

Nun ist klar, dass die Lawine nicht auf den Mitarbeiter zurückfällt. Armin Eugster, Verwaltungsratspräsident der Wipa, sagt:

«Wir haben den Mitarbeiter ausdrücklich verwarnt.»

Armin Eugster, Verwaltungsratspräsident der Wipa (Bild: Regina Kühne)

Armin Eugster, Verwaltungsratspräsident der Wipa (Bild: Regina Kühne)

Mit seinem Verhalten habe der Mitarbeiter die Persönlichkeitsrechte verletzt, und Eugster hoffe, dass der Mann daraus seine Lehren ziehe. «Denn die Geschäftsführung ist mit seinen Leistungen sehr zufrieden.» Aus diesem Grund habe man auch von einer Kündigung abgesehen, sagt Eugster.

Die unfreiwillige Hauptdarstellerin im Slapstick-Filmchen sieht die ganze Angelegenheit gelassen und zeigt sich nachsichtig. «Ich nehme das Video locker. In meinem Leben habe ich schon Schlimmeres erlebt», sagte sie dem «Blick» gegenüber. Dem Filmer nehme sie die Sache jedenfalls nicht übel.

Der kuriose Fall kann jedenfalls als Lehrstück über die Gefahren der neuen technischen Möglichkeiten gelesen werden. Ein banaler Unfall wurde beinahe zum Fallstrick für einen Mitarbeiter, der unbedarft genug war, sein persönliches Amüsement an Dritte weiterzugeben. Die Popularität von Fail-Videos und die Funktion des «Leserreporters», auf die Boulevard-Medien gerne zurückgreifen, befeuern solche Geschichten zusätzlich.

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