Barmherzigkeit im Mittelpunkt

Die fünf Pfarreien der katholischen Kirche Uzwil und Umgebung feierten das Pfingstfest gemeinsam. In seiner Predigt ging Matthias Koller der Frage nach, was Barmherzigkeit ist und wie sie sich zeigt.

Cecilia Hess-Lombriser
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Der Pfingstgottesdienst begann farbig und lebhaft mit bunten Ballonen für die Kinder. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Der Pfingstgottesdienst begann farbig und lebhaft mit bunten Ballonen für die Kinder. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

NIEDERUZWIL. «Leben aus dem Geist Gottes – Barmherzigkeit leben» stand als Thema über dem Gottesdienst in der Christkönigskirche. Alle Seelsorgerinnen und Seelsorger der katholischen Kirche Uzwil und Umgebung feierten und gestalteten mit. Matthias Koller Filliger, Erwachsenenbildner und Theologe, Fachstelle Partnerschaft-Ehe-Familie im Bistum St. Gallen, hielt die Festpredigt. Er ging der Frage nach, was Barmherzigkeit ist und wie sie sich zeigt.

Farbig und lebhaft begann der Pfingstgottesdienst. Kinder hielten Ballone, die nach einem Einstieg mit Handpuppe Maximilian für ihre eigene Feier ins Pfarreizentrum wechselten. Grosse Ballone, an denen je eines der sieben Werke der Barmherzigkeit notiert waren, stiegen später in die Höhe: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke besuchen, Gefangene besuchen und Tote bestatten.

Pfingsten bedeutet Aufbruch

Diese Werke bekamen im Verlauf des Gottesdienstes eine Deutung und Bedeutung für das heutige Leben. Pfingsten schliesst die Osterzeit ab und bedeutet auch Aufbruch in ein bewusstes Dasein und Handeln als Christen auf der Grundlage des Evangeliums. Dazu passte, dass das neue Liederbuch «Rise up» zum ersten Mal verwendet wurde. Sich erheben, Anteil nehmen, aufmerksam und wachsam sein, das Herz für sein Gegenüber öffnen waren die Gedanken, die Matthias Koller in der Predigt aufnahm. Er legte dar, was Barmherzigkeit ist. «Sie entspringt einer tiefen Verbundenheit mit dem Gegenüber. Wer sein Herz beim Bedürftigen hat, ist berührt und will das Beste für ihn.» Wertschätzung und Zuwendung waren weitere Begriffe, die er in diesem Zusammenhang nannte.

In väterlichen und mütterlichen Eigenschaften zeige sich die Barmherzigkeit. Es gehe um Liebe, Leben, Wachstum und Entwicklung und darum, alle angelegten Talente ausleben zu können. Die Haltung von Gott komme in der Barmherzigkeit zum Ausdruck. «Es ist da und gibt uns alles.» Pfingsten bedeute, dass alle Beschenkte seien. Der Heilige Geist sei zugesprochen und helfe, das Leben zu gestalten – für immer.

Wurst und Brot zum Abschluss

Nach dem Gottesdienst standen die Mitfeiernden aus den Pfarreien Bichwil, Jonschwil-Schwarzenbach, Henau, Niederuzwil und Oberuzwil im Pfarrgarten für Wurst und Brot an.