BALTERSWIL: Ungeliebte Einwanderer

Invasive Neophyten werden oftmals falsch entsorgt, wodurch sie sich weiter vermehren können. Ein speziell dafür auf dem Kompostierplatz Rietwies aufgestellter Container soll helfen, diesem Problem beizukommen.

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Die Tafel informiert die Benutzer des Kompostierplatzes Rietwies in Balterswil über die hier häufigsten Neophyten. (Bilder: Olaf Kühne)

Die Tafel informiert die Benutzer des Kompostierplatzes Rietwies in Balterswil über die hier häufigsten Neophyten. (Bilder: Olaf Kühne)

Neophyten sind Pflanzen, die nach 1492 bewusst oder unbewusst nach Europa eingebracht wurden. Die meisten dieser Arten verschwinden schnell wieder oder fügen sich problemlos in unsere Pflanzenwelt ein. Einige sind jedoch zu Problempflanzen geworden. Auch in den Gemeinden Bichel­see-Balterswil und Eschlikon gibt es das Problem der Neophyten. Wenn diese Pflanzen jedoch richtig entsorgt werden, kann die Problematik in Grenzen gehalten werden. Auf dem Kompostierplatz Rietwies in Balterswil (siehe Infobox) wurde dafür ein spezieller Container aufgestellt, in welchem man die Neo-phyten entsorgen kann. Der Inhalt dieses Containers wird anschliessend nach Bazenheid gebracht und verbrannt.

Zusätzlich zum kürzlich installierten Container gibt es auf dem Kompostierplatz neuerdings auch Infotafeln. Diese informieren über die hier häufigen Neophyten und zeigen auf, was man gegen das schädigende Unkraut tun kann.

Wer nach dem genauen Studieren der Infotafeln noch Fragen zu den ausländischen Pflanzen hat, kann sich an das Neophyten-Team wenden. Dieses wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen. Die Mitglieder und Ansprechper-sonen sind Vreni Karle, welche ein Gartenservice-Unternehmen führt, Revierförster Claude Engeler, der Leiter des Werkhofs, Peter Stieger, Felix Imhof, der ein ­weiterer Mitarbeiter des Werkhofs ist, und Roger Schneider, Gemeinderat im Ressort Umwelt von Bichelsee-Balterswil. «Das Neophyten-Team steht nicht nur für Fragen bereit, sondern setzt sich auch aktiv für die Bekämpfung vom Unkraut ein. Wir treffen uns ein bis zwei Mal im Jahr und besprechen dann jeweils die relevanten Themen», sagt Roger Schneider. In Eschlikon ist Gemeinderat Bernhard Braun für das Ressort Umwelt verantwortlich. Die beiden Gemeinden organisieren jeweils Anlässe zum Thema Neophyten und arbeiten bei diesem Thema zusammen. Für Fragen zum Kompostierplatz steht dessen Betreiber, Urban Schwager, zur Verfügung.

Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@

thurgauerzeitung.ch