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Der Gemeinderat hat entschieden: So soll der Bahnhof Degersheim in Zukunft aussehen

Das Rennen gemacht hat das Projekt eines Architekturbüros aus Rapperswil. Es überzeugte mit seiner Zurückhaltung und seiner Wertschätzung der bestehenden Strukturen.
Andrea Häusler
Das Modell des siegreichen Büros Raumfindung Architekten, Rapperswil, zeigt das Gebiet um den Bahnhof von der Westseite her. (Bild: PD)

Das Modell des siegreichen Büros Raumfindung Architekten, Rapperswil, zeigt das Gebiet um den Bahnhof von der Westseite her. (Bild: PD)

Das Gebiet um den Bahnhof Degersheim wird sich verändern. Zweierlei Gründe sind dafür verantwortlich. Einerseits hat die Modernisierung des Bahnhofs durch die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) Auswirkungen auf die Umgebung und verlangt eine quartierbezogene Gesamtbetrachtung.

Anderseits hat die Gemeinde die planerische Aufgabe, die Siedlungsentwicklung verstärkt nach innen zu lenken. Kanton und Gemeinde haben das Bahnhofgebiet Degersheim in ihren Richtplänen als Entwicklungsgebiet bezeichnet. Aufgrund seiner zentralen Lage und den bestehenden Nutzungsreserven in Form von Baulücken oder unternutzten Arealen weist das Gebiet um den Bahnhof gute Voraussetzungen für eine Verdichtung auf.

Der Gemeinderat hat drei Teams eingeladen, in einem Studienauftrag optimale Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Gefragt waren Ideen zur baulichen und freiräumlichen Weiterentwicklung des Quartiers. Die Entwicklungsvorhaben von Gemeinde und SOB wurden im Rahmen des Studienauftrags aufeinander abgestimmt und ein schlüssiges Gesamtkonzept erarbeitet.

Studienauftrag mit drei Teams

Zur Teilnahme am Studienauftrag wurden drei Planungsbüros eingeladen:

  • Clerici Müller & Partner Architekten AG, St.Gallen
  • Büro Raumfindung Architekten, Rapperswil
  • Thomas. K. Keller. Architekten, St.Gallen/Zürich

Unter dem Vorsitz von Gemeindepräsidentin Monika Scherrer hat ein Beurteilungsgremium, zusammengesetzt aus Fachexperten und Vertretern des Gemeinderats und des Gewerbes die Konzepte geprüft und beurteilt. In zwei Zwischenpräsentationen war sichergestellt worden, dass die Planer die Vorgaben richtig umsetzen und die Fragen, die sich im Verlaufe ihrer Arbeit stellten, beantwortet wurden. Gemeindepräsidentin Monika Scherrer sagt:

«Letztlich konnten drei sehr unterschiedliche Projekte beurteilt werden, welche alle grundsätzlich positiv bewertet werden konnten.»

Entscheid zu Gunsten des Rapperswiler Büros

«Beim Studienauftrag von Raumfindung Architekten, Rapperswil, handelt es sich um einen sorgfältig durchgearbeiteten Vorschlag, welcher der heutigen Situation eine hohe Wertschätzung entgegenbringt, den Bahnhof den heutigen Bedürfnissen anpasst und aufwertet. Für die Erneuerung und punktuelle Verdichtung der bestehenden Quartiere werden angemessene, detaillierte und gut umsetzbare Werkzeuge vorgeschlagen», heisst es in der Beurteilung des Vorschlags. Und weiter: «Das Gestaltungskonzept lässt sich in einzelnen Etappen realisieren, berücksichtigt die notwendigen Zugänge zum Bahnhof und befasst sich mit der Verkehrsplanung.»

Situationsskizze, wie sich das Bahnhofquartier präsentieren könnte.

Situationsskizze, wie sich das Bahnhofquartier präsentieren könnte.

Das Beurteilungsgremium entschied sich für diesen Studienauftrag, weil er aufgrund der Zurückhaltung und Wertschätzung gegenüber der gewachsenen Struktur überzeugte. Entsprechend beantragte das Gremium dem Gemeinderat in seinem Abschlussbericht, das Projekt «DEGE» weiter zu verfolgen. An seiner Sitzung vom 22. Oktober hat der Gemeinderat dem Abschlussbericht zugestimmt. Die drei Studienaufträge werden mit je 30000 Franken honoriert.

Ausstellung der eingereichten Studien

In einem nächsten Schritt sollen anhand der empfohlenen Studie Planungsinstrumente ausgearbeitet werden, welche eine projektgemässe Entwicklung des Bahnhofgebiets ermöglichen und sicherstellen. Monika Scherrer:

«Wann erste baulichen Massnahmen umgesetzt werden, ist noch nicht entscheiden.»

Die Bevölkerung hat nun Gelegenheit, alle drei eingereichten Studienbeiträge im Rahmen einer Ausstellung in den Räumlichkeiten des Coworking Space Degersheim zu besichtigen. An der Ausstellungseröffnung am 8. November, 17 Uhr, werden Vertreter der Projektteams anwesend sein und zu ihren Modellen und Überlegungen Auskunft geben.

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