Bahnhofplatz nimmt Gestalt an

Nach der Tonhallenüberbauung und dem Raiffeisen-Hauptsitz nähert sich nun ein drittes Grossprojekt in Flawils Zentrum der Realisation. Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes befinde sich in der Endphase, heisst es aus dem Gemeindehaus.

Mario Fuchs
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Flawil. Ein «urbanes Tor»: Als ein solches soll sich der Flawiler Bahnhofplatz nach den Vorstellungen des Gemeinderates dereinst präsentieren (Wiler Zeitung vom 30. September 2010). Seit der Vorstellung des Projekts im vergangenen Herbst sind nun einige Monate ins Dorf gezogen. Langsam nimmt das Bauvorhaben konkretere Gestalt an. Das beauftragte Ingenieurbüro sei momentan mit der Ausarbeitung des entsprechenden Bauprojektes beschäftigt, informierte die Ratskanzlei gestern Mittwoch in ihrer jüngsten Medienmitteilung.

Das Vorhaben, dem Areal vor dem zentral gelegenen Bahnhof ein neues Gesicht zu geben, wird gemeinsam von der Gemeinde und einer privaten Bauherrschaft umgesetzt. Letztere sieht vor, das Hotel Bahnhof/Post (heute u. a. mit Pizzeria Sardegna, Boutique Imitat) abzureissen und durch einen «architektonisch hochwertigen Neubau» zu ersetzen.

Optimierung – für alle

Der Platz soll verkehrstechnisch optimiert werden – insbesondere für den Busverkehr in Hinsicht auf die Änderungen bei Flawils öV-Anbindung mit dem Projekt S-Bahn 2013 – aber auch für Fussgänger, Velofahrer und den motorisierten Individualverkehr. Bei der Realisation soll zudem eine optische Einheit, einerseits mit der im Jahre 2006 neu gestalteten Bahnhofstrasse, andererseits mit dem angrenzenden Neubau, geschaffen werden.

Die Projektierung des Gemeinschaftsprojekts von Verkehrs- und Ortsplanern befinde sich mittlerweile in der Schlussphase, schreibt die Gemeinderatskanzlei. Zurzeit würden noch «verschiedene Details bearbeitet». Der Gemeinderat habe sich seinerseits diese Woche über den aktuellen Planungsstand orientieren lassen.

Strassenkonzept überdenken

Eine der grössten Veränderungen wird den Busverkehr betreffen. Im Gegensatz zum heutigen Standort der Bushaltestellen direkt neben dem alten Bahnhofsgebäude sollen diese «näher zur Platzmitte rücken» und in einem überdachten Bushof untergebracht werden. Dieser verleihe dem neuen Platz «einen zentraleren Charakter».

Im gleichen Zug werden Zu- und Abfahrt aus und von den anliegenden Strassen überarbeitet. Hierbei stehen gleich mehrere Fragen im Raum: Wie sollen die Dammstrasse und die Oberdorfstrasse an den Bahnhofplatz angeschlossen werden? Wie kann die Begegnungszone der Bahnhofstrasse in den neuen Platz überführt werden? Zudem werden zwei neue Veloständer jenen Pendlern, die zweirädrig unterwegs sind, mehr Platz bieten.

Abstimmung im Frühling

Den Vortritt will die Gemeinde auf dem Bahnhofplatz jedoch weiterhin den Fussgängern lassen. Eine Begegnungszone – analog jener der Bahnhofstrasse – soll dem Areal einen lebendigen Charakter verleihen.

Noch im Frühling soll die Stimmbürgerschaft an der Urne über die Neugestaltung des Bahnhofplatzes befinden.