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BADMINTON: Das Frauenkader wird umgekrempelt

Am Wochenende steht für den BC Uzwil eine NLA-Doppelrunde an. Es sind die ersten Partien nach der Verletzung von Cendrine Hantz. Spielertrainer Iztok Utrosa spricht über mögliche Ersatzspielerinnen und die Chancen auf den Schweizer-Meister-Titel.
Matthias Zindel

Es passierte am 10. Dezember 2017. Mitten im Fraueneinzel knickte Cendrine Hantz um. Minutenlang liegt sie schmerzverzerrt am Boden. Was viele Zuschauer damals schon ahnten, stellte sich später als bittere Realität raus. Das Knie wurde derart schwer verletzt, dass die 27-jährige Uzwilerin monatelang pausieren muss. Dieser Ausfall macht auch dem Badmintonclub Uzwil schwer zu schaffen. Zwar stehen junge Nachwuchsspielerinnen bereit, doch für diese wird es ein Sprung ins sehr kalte Wasser. Auch eine Neuverpflichtung gestaltet sich mitten in der Saison als schwierig. Gefordert sind jetzt die Clubverantwortlichen und Spielertrainer Iztok Utrosa.

Uzwil spielt am Samstag ein Auswärtsspiel in Basel und am Sonntag ein Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds (14 Uhr, Oberuzwil). Wissen Sie jetzt schon, mit welchen Frauen die Mannschaft antreten wird?

Die Verletzung der Stammspielerin Cendrine Hantz war ein harter Schlag für den ganzen Verein. Trotzdem mussten wir sofort neue Strategien entwickeln und passende Lösungen finden, wer neben Tenzin Pelling zum Einsatz kommen kann. Nun haben wir dafür entschieden, dass wir auf unsere jungen Eigengewächse Sereina Hofstetter und Irina Kölbener setzen werden. Zudem wird uns auch Michelle Joller vom Badmintonclub Luzern verstärken.

Wer ist diese neuverpflichtete Spielerin?

Michelle Joller kann uns dank einer sogenannten Lizenz-Plus unterstützen. Mit dieser kann sie gleichzeitig für zwei Vereine spielen. Einerseits bei uns in der Nationalliga A, anderseits kann sie auch weiterhin für ihren Verein beim BC Luzern in der Nationalliga B mittun. Dort dominierte sie bisher ihre Spiele und machte auf sich aufmerksam. Nun wird sie in Uzwil ihr NLA-Debut geben.

Wie stark sind die jungen Eigengewächse einzuschätzen?

Sereina Hofstetter und Irina Kölbener müssen sich jetzt auf NLA-Niveau integrieren. Sie müssen erste Erfahrungen sammeln und das kann gerade zu Beginn schwierig sein. Deshalb erwarte ich, dass sie um jeden Punkt und Sieg kämpfen werden. Wenn sie auf dem Spielfeld alles geben, dann bin ich überzeugt, dass uns die eine oder andere Überraschung gelingt. Für die Beiden ist es eine Chance, sich zu präsentieren. Und hoffentlich werden sie in den nächsten Jahren noch eine wichtige Rolle im NLA-Team einnehmen.

Ist es möglich, dass der BC Uzwil auf die Playoffs noch eine weitere Frau verpflichtet?

Das können wir ausschliessen. Neuverpflichtungen sind bis zum Saisonende nicht mehr erlaubt. Insofern wird dies auch unser Team in den allfälligen Playoffspielen sein.

Die Frauenspiele waren bisher ein sicherer Wert für Uzwil. Welches werden künftig die wichtigen Schlüsselspiele sein?

In der ersten Saisonhälfte hatten wir mit unseren Frauenspielen tatsächlich eine unglaublich hohe Siegesquote. Ich bin aber realistisch und weiss, dass wir diese Quote mit der neuen Teamkonstellation nicht mehr halten können. In die Bresche müssen nun die Männer springen. Sie müssen uns die wichtigen Punkte liefern. Ich bin mir sicher, dass wir in der zweiten Saisonhälfte mehr Männerspiele gewinnen werden, als im bisherigen Saisonverlauf.

Wird Uzwil in dieser Saison seinen dritten NLA-Schweizermeistertitel feiern?

Wir steigen als Leader in die zweite Saisonhälfte. Mit dem Ausfall von Cendrine Hantz hat sich unsere Situation natürlich verändert. Doch wir sind weiterhin eine Mannschaft mit Potenzial. Es stehen uns spannende Partien bevor, bei denen es um jeden Punkt gehen wird. Ich bin mir sicher, dass wir die Playoffs erreichen und am Ende sogar den Meistertitel holen können.

Matthias Zindel

sport@wilerzeitung.ch

Cendrine Hantz wurde operiert

Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde Cendrine Hantz im Kantonsspital erfolgreich am Knie operiert. «Momentan habe ich noch starke Schmerzen», sagt die Badminton-Nationalspielerin. Die Diagnose ihrer Verletzung ist hart: Kreuzband, Innenband, Innenmeniskus und Aussenmeniskus – alles gerissen. Die Heilung braucht dementsprechend sehr viel Zeit. Das Spital konnte sie mittlerweile wieder verlassen, doch in der Nationalliga A kommt Cendrine Hantz bestenfalls im Herbst 2018 wieder zum Einsatz.

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