BADMINTON: Bösiger und Pelling Vizemeister

An den Elite-Schweizer-Meisterschaften gewinnt der Badmintonclub Uzwil drei Medaillen. Tenzin Pelling holt sich Silber im Frauendoppel und Bronze im Mixeddoppel. Christian Bösiger sichert sich Silber im Einzel.

Matthias Zindel
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Christian Bösiger schuf mit dem Gewinn einer Silbermedaille eine Überraschung.

Christian Bösiger schuf mit dem Gewinn einer Silbermedaille eine Überraschung.

Matthias Zindel

sport@wilerzeitung.ch

Am erfolgreichsten aus den Uzwiler Reihen war Tenzin Pelling. Die 29-Jährige gewann gleich zwei Medaillen. Mit viel Routine spielte sie sich durch das Turnier, bewahrte in wichtigen Spielsituationen einen ruhigen Kopf und behielt dadurch stets die Oberhand gegenüber gefährlichen Aussenseitern. Erst den Favoriten musste sie sich beugen. Im Mixeddoppel mit Thomas Heiniger (St. Gallen) war im Halbfinal gegen die Serienmeister Jaquet/Dumartheray Endstation. Im Frauendoppel mit Tiffany Girona (La Chaux-de-Fonds) wäre gar der Schweizer-Meister-Titel möglich gewesen, doch am Ende verlor das Duo im Endspiel. Mit zwei Medaillen gehört Tenzin Pelling zu den vielen erfolgreichen Routiniers, die in diesem Jahr gleich mehrfach zuschlugen.Einer dieser Routiniers lernt die Jungen noch immer das Fürchten. Der 33-jährige Christian Bösiger beendete seine Profikarriere schon vor mehreren Jahren, doch bei wichtigen Titelkämpfen ist stets mit ihm zu rechnen. Auch in diesem Turnier war es nicht anders. Als Ungesetzter spielte er sich bis in den Final. Dort traf er auf den jungen Dominik Bütikofer. Erst dieser konnte den zwölffachen Schweizer Meister Christian Bösiger stoppen. Die Enttäuschung hielt sich beim Altmeister in Grenzen. Alleine die Tatsache, dass er schon wieder in einem Endspiel stand, ist ein bewundernswerter Erfolg!

Ein rabenschwarzes Wochenende zog Cendrine Hantz ein. Als meistgenannte Titelanwärterin verlor sie zweimal in der ersten Runde – im Fraueneinzel und im Frauendoppel. Dies obwohl sich Hantz in ausgezeichneter Form befindet. Umso mehr schmerzen diese überraschenden Niederlagen.

Die Sensation aus dem Vorjahr, als er im Männereinzel im Halbfinal stand, konnte Julien Scheiwiller nicht mehr wiederholen. Er erreichte im Männereinzel und im Männerdoppel den Viertelfinal. Dann war Schluss. Trotzdem darf das 17-jährige Nachwuchstalent durchaus mit seiner Leistung zufrieden sein – seine Zeit wird noch kommen. Christian Bösiger gewann seinen ersten Schweizer-Meister-Titel erst mit 21 Jahren.