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Autobahn A1 bei Wil nach Unwetter wieder befahrbar

Die sintflutartigen Regenschauer am Sonntagabend habe auf der Autobahn A1 bei Wil einen Hangrutsch ausgelöst. Demzufolge musste die Fahrspur in Richtung Zürich zwischen Wil und Münchwilen für mehrere Stunden gesperrt werden. Personen wurden keine verletzt.
Andrea Häusler/Alexandra Pavlovic
Das gab es im Frühjahr 2015 schon einmal: Die A1-Einfahrt in Richtung Zürich ist überflutet. (Bilder: Andrea Häusler)

Das gab es im Frühjahr 2015 schon einmal: Die A1-Einfahrt in Richtung Zürich ist überflutet. (Bilder: Andrea Häusler)

Das Bild weckt Erinnerungen an den Juni 2015. Damals schon war die Autobahneinfahrt Wil in Richtung Zürich nach anhaltendem Starkregen überflutet worden. Auch am Sonntagabend ähnelt die A1-Zufahrt einem braunen Bach, der in Richtung Fahrbahn fliesst. Während unmittelbar vor der SBB-Überführung in Fahrtrichtung Münchwilen/Zürich ein Hang ins Rutschen geraten war: Erdmaterial und Wasser blockierten die Strasse.

Im Bereich der SBB-Brücke, auf der Höhe des Larag-Areals hatte sich ein Erdrusch gelöst.

Im Bereich der SBB-Brücke, auf der Höhe des Larag-Areals hatte sich ein Erdrusch gelöst.

Von 18.45 Uhr bis 19.15 Uhr mussten beide Fahrspuren der A1 bei Wil komplett gesperrt werden, wie die Kantonspolizei mitteilte. Während die Fahrspur in Richtung St.Gallen nach rund zwei Stunden wieder geöffnet werden konnte, blieb die Fahrspur Richtung Zürich bis Mitternacht gesperrt. Der Verkehr wurde über Münchwilen umgeleitet. Über Personenschäden war der Polizei am Sonntagabend nichts bekannt.

Erinnerungen an den Juni 2015

Die neuerliche Überflutung der Autobahn dürfte die Diskussion um das hängige Projekt «Hochwasserschutz» wieder anschieben. Das Problem liegt nämlich ursächlich beim Krebsbach, der von Rossrüti her durch die Stadt Wil fliesst und danach die A1 in einem Stollen (Düker) von Norden her unterquert um auf Rickenbacher Gemeindegebiet wieder offen zu fliessen. Die grossen Regenmengen hatten 2015 den Düker überlastet, den Hang unterspült und sich über die Autobahn ergossen. Das Bild war damals das gleiche wie heute.

Entlastungsstollen geplant

Nichts gelernt? Doch. Ab 2015 wurden, unter der Federführung des Kantons Thurgau, im Rahmen eines Vorprojekts Hochwasserschutzmassnahmen erarbeitet, die eine neuerliche Überflutung der A1 in Wil verhindern sollen. Die Planung ist erst vor wenigen Wochen öffentlich vorgestellt worden.

Vorgesehen ist der Bau eines zweiten Dückers unter der Autobahn A1. Ausserdem sollen die Profile des von Rossrüti über Wil nach Rickenbach fliessenden Krebs- und des von Kirchberg kommenden Alpbachs vergrössert und – wo möglich – in ihre ursprüngliche Form zurückversetzt werden. Auf Rickenbacher Gebiet wird der Krebsbach an den Bahndamm verlegt. Der von Sirnach kommende Hueb- und der Wilener Meienmättelibach werden offen geführt, wo dies möglich ist. Wo es nicht möglich ist, sind die Leitungen zu vergrössern. Die veanschlagten Kosten belaufen sich auf 27,3 Mio. Franken.

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