Auswärtssieg
Er ist beim FC Wil der Mann der Stunde: «So ein Tor sieht man nicht alle Tage»

Mit zwei Siegen in zwei Spielen haben sich die Wiler Luft verschafft im Challenge-League-Abstiegskampf. Massgeblichen Anteil hatte Maren Heile-Selassie, der an vier der fünf Tore direkt beteiligt war. Hat man sich damit der Abstiegssorgen bereits entledigt? Wir haben nach dem 2:1-Auswärtssieg in Kriens nachgefragt.

Simon Dudle
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Maren Haile-Selassie war in den ersten beiden Spielen des Jahres produktiver als in 15 Partien des vergangenen Fussball-Herbstes.

Maren Haile-Selassie war in den ersten beiden Spielen des Jahres produktiver als in 15 Partien des vergangenen Fussball-Herbstes.

Bild: Freshfocus

Und plötzlich läuft es. Was auf den FC Wil als Ganzes zutrifft, gilt für Offensiv-Mann Maren Haile-Selassie im Speziellen. Er ist derzeit sogar produktiver als Stürmer Silvio, der mit dem Siegtor in Kriens nun alleiniger bester Torschütze in der Geschichte des FC Wil ist. Maren Haile-Selassie, vom FC Zürich ausgeliehen, war in den ersten beiden Spielen des Jahres an vier von fünf Toren direkt beteiligt. Auf dem Kleinfeld leitete er mit dem Ausgleichstreffer eine Viertelstunde vor Schluss – nach feiner Ballannahme notabene – die Wende ein.

Maren Haile Selassie, Sie waren an vier von fünf Wiler Tore des Jahres beteiligt. Im ganzen Herbst hatten Sie nur einmal getroffen. Warum läuft es nun so viel besser?

Das ist schwierig zu sagen. Es gab personelle Verstärkungen. Wir fühlen uns als Mannschaft gut und ich mich persönlich auch. Wir hatten eine gute Vorbereitung. Wenn es läuft, dann läuft es.

2:1 in Kriens gewonnen. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Es war wie das Wetter: harzig. Beide Teams standen defensiv gut. Mit dem Wind war es schwierig. Wir kassierten ein unglückliches Gegentor, haben aber eine gute Reaktion gezeigt.

Wie haben Sie es fertiggebracht, nach über einer Stunde in Rückstand zu geraten, ohne auch nur eine Torchance zugelassen zu haben?

Einen direkt verwandelten Corner sieht man nicht alle Tage. Der Wind dürfte auch hier eine Rolle gespielt haben. Am Ende freuen wir uns einfach über die Punkte.

Nun sind es acht Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Chiasso. War es das schon mit dem Abstiegskampf?

Das würde ich nicht sagen. Wir haben nun noch ein Spiel, dann ist mal die Hinrunde durch. Auch diese Partie wollen wir erfolgreich gestalten. Unser Ziel ist, dass wir uns gegen hinten Luft verschaffen und nach vorne orientieren können.

Wie viele Skorerpunkte schreiben Sie am Dienstag gegen Xamax?

Das wichtigste ist, dass die Mannschaft drei Punkte holt. Wenn ich dann noch Tore oder Assists beisteuern könnte, wäre das umso schöner.