AUSSTELLUNG: Sie malen aus dem Bauch heraus

Seit 40 Jahren zeigt die Galerie zur alten Bank in Niederuzwil Kunstschaffen aus der Region und der Ostschweiz. Den Anfang im Jubiläumsjahr machen zwei Künstlerinnen.

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Die Niederuzwilerin Anita Lichtensteiger und die Sirnacherin Monica Knellwolf zeigen in der Galerie zur alten Bank Bilder und Objekte. (Bild: PD)

Die Niederuzwilerin Anita Lichtensteiger und die Sirnacherin Monica Knellwolf zeigen in der Galerie zur alten Bank Bilder und Objekte. (Bild: PD)

Auch im 40. Ausstellungsjahr bleibt die Galerie zur alten Bank ihrem Konzept treu, Künstlerinnen und Künstlern aus der Region und der Ostschweiz eine Plattform zu bieten. Den Anfang machen am Samstag Anita Lichtensteiger und Monica Knellwolf. Bei verschiedenen Künstlern in Singapur hat die Niederuzwilerin Anita Lichtensteiger die chinesische Aquarellmalerei erlernt. Sie zeigt ihre handbemalten Porzellanvasen, selbst gefertigten Porzellan-Bildobjekte und Aquarellbilder. Weil sie malt, wovon sie umgeben ist, sind die Motive der Ausstellung europäische Pflanzen, florale Muster, Blumen und Blüten sowie Impressionen aus hiesigen Gärten.

Gegensatz zur westlichen Malerei

Anita Lichtensteigers Motive entstehen mit der chinesischen Technik und Pinselführung. So verwendet die Künstlerin denn auch Dunkel im Vordergrund und Hell im Hintergrund, ganz im Gegensatz zur westlichen Malerei. Sie male aus einem inneren Gefühl, aus dem Bauch heraus, ohne vor- und abzuzeichnen, sagt Anita Lichtensteiger. Ihre Bilder wachsen wie die Natur. Wichtig sind ihr dabei Farbe und Gleichgewicht. Zusammen mit ihrem Mann und den beiden Kindern lebte sie viele Jahre im Ausland, 14 Jahre davon in Singapur.

Auch Monica Knellwolf hat sich stetig weiterentwickelt, gelernt, ausprobiert, experimentiert. Sie zeigt in der Ausstellung ihre aktuelle Arbeit aus Acryl-Mischtechnik, Öl und Kohle. Die in Oberbüren aufgewachsene Künstlerin lebt heute in Sirnach. Ihre Bilder entstehen aus dem Alltag heraus. Sie gehe mit offenen Augen durchs Leben und lasse sich von der Natur und ihrer Umwelt inspirieren, sagt die Künstlerin. Ihr Schaffen sei intuitiv, die Farbwahl manchmal kaum zu steuern. (urb/pd)

Hinweis

Vernissage: 4. Februar, 16 Uhr, alle Interessierten sind eingeladen. Ausstellung: Donnerstag, 18–20 Uhr, Samstag, 10–12 und 14–17 Uhr, Sonntag, 14–17 Uhr