AUSSTELLUNG: Mit viel Herzblut und hohem Mass an Planung

Die Oberstufenschüler von Bronschhofen stellten ihre Projektarbeiten vor. Von Handwerklichem wie einem Fonduetisch über Spielerisches wie ein Table-Top-Spiel bis Kulinarisches wie Bonbons war vieles vorhanden.

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Die Schülerin Suna Wehrli präsentiert ihre selbst hergestellten Bonbon-Kreationen. (Bild: Christof Lampart)

Die Schülerin Suna Wehrli präsentiert ihre selbst hergestellten Bonbon-Kreationen. (Bild: Christof Lampart)

Bei der Präsentation der Projekte der Bronschhofer Oberstufenschülerinnen und -schüler, welche am Freitagabend auf zwei Etagen gezeigt wurden, reihte sich ein gelungenes Projekt ans nächste. Auch wenn sich manche Arbeiten in Material und Thema ähnelten, so gab es doch nichts Deckungsgleiches, ausser, dass vor jedem Projekt jeweils die stolzen Jugendlichen standen und bereitwillig Auskünfte erteilten.

Engelsflügel aus PET-Flaschen

Viele Arbeiten vereinten handwerkliches Können in sich. Eine Adler-Skulptur oder ein Bett, beide gefertigt aus Bäumen, waren die Grössten. Aber auch Aussergewöhnliches wie ein Table-Top-Spiel zum Thema «Herr der Ringe», ein Fonduestehtisch für die kühlen, geselligen Nächte im Freien oder ein Kunstprojekt, das grosse Engelsflügel zeigte, die ganz aus wiederverwerteten PET-Flaschen gefertigt worden waren. «Mich interessierte das Thema von der Symbolik her, aber auch die Frage, wie ich welche Teile einer PET-Flasche auch wirklich recyceln kann, denn die Symmetrie der Flügel musste ja stimmen. Auch durfte man keine Flaschenprägungen wie Rillen sehen, womit auch nicht jede Flasche in Frage kam», sagte die Projektverfasserin Sandra Nreca. Was die Besucherinnen und Besucher begeisterte, war die Vielfalt und die Qualität des Gezeigten. Man merkte allen Arbeiten an, dass in diese viel Herzblut und ein hohes Mass an Überlegung und Planung investiert worden waren. Manches gelang nicht gleich auf Anhieb, wie viele Befragte erzählten – doch alle zogen ihr Projekt durch. So fertigte Manuel Ruckstuhl in 50 Stunden und für 150 Franken ein eigenes Holzbett, derweil Suna Wehrli über 30 Stunden herumprobierte, bis sie endlich die «richtige Bonbon-Mischung» kreiert hatte. «Es war wirklich ein tolles Gefühl, als ich das erste gelungene Bonbon herstellte», strahlte Suna Wehrli. Ihr eigener Favorit ist «ganz klar Banane».

Gesundes aus dem eigenen Garten

Dass es an diesem Sommertag eigentlich zu warm war, um wirklich ein Fondue zu geniessen, macht für einmal nichts. Denn der Fondue-Stehtisch von David Luck erfreute sich einer grossen Beliebtheit beim Publikum – immerhin hatte die Ausstellung praktischerweise gerade während der Abendessenszeit geöffnet. Apropos Essen: es fiel auf, dass es vieles zum Probieren gab – Cupcakes, italienische Spezialitäten, Exotisches aus Indien oder auch primär Gesundes aus dem eigenen Garten.

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch