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Neues Patientenhaus in Littenheid: Aussicht mit Weitsicht

In Littenheid wurde das Patientenhaus «Panorama» eröffnet und die Offenlegung des Tobelbachs gefeiert.
Philipp Wolf
An den Details muss noch gefeilt werden: das neue Patientenhaus «Panorama». Bild: Philipp Wolf

An den Details muss noch gefeilt werden: das neue Patientenhaus «Panorama». Bild: Philipp Wolf

Der Name ist Programm. Im neuen Patientenhaus der psychiatrischen Klinik Littenheid, das gestern eröffnet wurde, spielt das Panorama eine grosse Rolle. In den Eingangsbereichen und den Gemeinschaftsräumen des «Panorama» hängen grosse Fotografien der Hinterthurgauer Landschaft. Wo keine Bilder sind, da finden sich grosszügige Fenster mit Ausblick auf die Littenheider Umgebung. 25 Millionen Franken kostete die Clienia AG der Bau des Patientenhauses.

Zwar wurden die Zimmer bereits bezogen, ganz abgeschlossen sind die Arbeiten jedoch nicht. Der Innenhof, der künftig Licht spenden soll, ist beispielsweise noch mit Gerüsten zugestellt. Das Personal des «Panorama» zeigt sich beim Rundgang durch eine der drei Stationen à je 20 Einzelzimmern derweil zufrieden mit der neuen Einrichtung. Das, obwohl man nun weitere Wege zurücklegen müsse und die neue Technik teils Angewöhnungszeit erforderte, so ein Stationsleiter.

Neue Erkenntnisse in den Bau eingeflossen

Die weiten Wege resultieren aus der Grundausrichtung des Gebäudes. Die Korridore wurden in Form der Zahl 8 konzipiert. Das soll dafür sorgen, dass sich Patientinnen und Patienten nicht verlaufen. Wer einen Gang entlang läuft, landet immer wieder beim Ausgangspunkt.

Die Eingangsbereiche, Gänge, Therapieräume und Zimmer wirken geräumig, hell und warm. An der Wärme hat nicht zuletzt die Beleuchtung einen grossen Anteil. In den meisten Bereichen des Gebäudes passt sich die Beleuchtung automatisch dem Tageslicht an oder lässt sich regulieren. Das helfe, der biologischen Uhr der Patientinnen und Patienten Rechnung zu tragen, sagte Hans Schwyn, ehemaliger Klinikdirektor. Man habe generell versucht, neue wissenschaftliche Erkenntnisse ins «Panorama» einfliessen zu lassen.

Bekenntnis zum Standort Littenheid

So ist das moderne Patientenhaus nicht zuletzt «ein Bekenntnis der Clienia AG zum Standort Littenheid». Festredner wie der Präsident des Thurgauer Regierungsrats Jakob Stark oder Sirnachs Gemeindepräsident Kurt Baumann wurden nicht müde, das zu betonen. Und David J. Bosshard, CEO der Clienia-Gruppe, unterstrich ebenfalls: «Das ‹Panorama› soll die Position Littenheids als überregionale Psychiatrie festigen.»

Ein lauschiges Bächlein

Neben der Eröffnung des neuen Patientenhauses wurde gestern ebenfalls die Offenlegung des Tobelbachs gefeiert. Kurt Baumann, Sirnachs Gemeindepräsident, sprach dabei von einem «Freudentag für Sirnach, das Klinikdorf und die Natur».

Die Offenlegung des Baches ging einher mit dem Bau des neuen Patientenhauses. Denn als letzteres in Planung war, wurde deutlich, dass der Tobelbach auf über 400 Metern ein Defizit in Sachen Hochwasserschutz aufwies. Zahlreiche Varianten wurden geprüft und diskutiert. Schliesslich fiel die Wahl auf eine Führung mitten durch den Kern des Klinikdorfs.

Neu «eröffnet», längst beliebt

Die Realisierung des Projekts kostete insgesamt 1,6 Millionen Franken. Knapp eine Million kam dabei von Bund und Kanton, 400000 Franken steuerte die Gemeinde Sirnach bei und 260000 Franken die Betreiberin der Klinik Littenheid, die Clienia AG. Alle Beteiligten betonten, dass mit der Offenlegung mehrere Fliegen auf eine Klappe geschlagen werden konnte. Nun sei der Hochwasserschutz gewährleistet, der Dorfkern aufgewertet, und der Bach renaturiert.

«Hier wurde die Gunst der Stunde genutzt», sagte etwa die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag bei der «Eröffnung». Zwar wurde der offengelegte Tobelbach erst gestern eingeweiht. Doch ist er bei den Patienten und dem Personal der Klinik seit langem beliebt. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen am Fluss ein. Und an einer Stelle sei sogar schon gebadet worden, so Klinikdirektor Daniel Wild. (pw)

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