Nach einem aussergewöhnlich heissen September: Erste Herbstnebel über der Region

Der seit langem anhaltende Trend zu trockenem, sonnigem und warmem Wetter setzte sich im September fort.

Christoph Frauenfelder
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Nur die ersten und die letzten Tage des Septembers verliefen unterdurchschnittlich temperiert. Die ganzen drei Wochen dazwischen brachten einen sehr warmen Spätsommer, wie er für den September aussergewöhnlich ist. Sein Temperaturmittel ergab 16,3 Grad.

Damit liegt es 2,4 Grad unter dem langjährigen Mittel (1981–2010). Wärmer war der September nur noch im Jahre 2006 mit 16,8 Grad. Der hitzige Altweibersommer wird auch durch die elf Sommertage (25 Grad und mehr) betont.

Seit 2011 defizitäre Niederschläge

Das sind so viele wie noch nie in der 156-jährigen Messreihe. Allerdings wurden im September 2018 genau gleich viele Sommertage verzeichnet. In den letzten Tagen musste geheizt werden. Die Heizgradziffer ergab 50 Grad.

Nach dem nassen August ging es, wie viele vorangegangene Monate, erneut mit trockener Witterung weiter. Mit 60 Millimeter wurden lediglich 50 Prozent des langjährigen Mittels erreicht. Dieser verteilte sich auf nur sieben Tage.

Die knapp dreiwöchige Wärmeperiode blieb ohne jeglichen Niederschlag. Seit 2011 herrschen defizitäre Niederschlagsverhältnisse. Erstmals seit Februar zeigten sich im September wieder Nebel.

Sonnenstunden wie am Mittelmeer

In diesem Jahr brachte nur der Juni unterdurchschnittlich viel Sonne. Alle übrigen Monate verzeichneten teils erhebliche Überschüsse an sonnigen Stunden. So auch der Monat September mit insgesamt 166 Sonnenstunden. Diese Summe entspricht 110 Prozent des Durchschnitts. Allgemein wird der seit langem anhaltende Trend zu trockenem, sonnigem und warmem Wetter fortgesetzt.

Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.