Ausgezeichnete St. Galler Kunst

Langsam, aber sicher wird Wil als Kunst- und Kulturstadt wahrgenommen. Davon zeugt auch die Ausstellung «Ausgezeichnet» mit sieben St. Galler Kunstschaffenden, die vom Kanton von 2011 bis 2014 unterstützt wurden.

Michael Hug
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Werkbeitragsempfängerin Gisa Frank präsentierte an der Vernissage zu «Ausgezeichnet» die Tanzchoreographie «Rollende Pelze». (Bild: Michael Hug)

Werkbeitragsempfängerin Gisa Frank präsentierte an der Vernissage zu «Ausgezeichnet» die Tanzchoreographie «Rollende Pelze». (Bild: Michael Hug)

WIL. Von der steigenden Bedeutung Wils als Hort Kunst- und Kulturschaffender sowie entsprechender Supporter und Veranstalter zeugte am Samstagabend die Anwesenheit inoffizieller und offizieller Vertreter der kantonalen und städtischen Fördertöpfe. Katrin Meier, Chefin des Amts für Kultur war da und mit ihr diverse Vertretende ihrer Abteilungen, dazu – inoffiziell – Corinne Schatz, die Präsidentin der St. Gallischen Kulturstiftung, dann Katrin Dörig, Kulturbeauftragte der Stadt Wil, sowie – man hatte es erwarten dürfen – Stadtpräsidentin Susanne Hartmann. Im Publikum befanden sich auch eine ganze Reihe bekannter Kunstschaffender aus der Region sowie das kunstinteressierte Publikum aus Wil.

Nicht irgendwo in der Peripherie

Es war Susanne Hartmann, die in ihrer Begrüssung Wil als Kunst- und Kulturstadt in Erinnerung rief: «Es zeigt, dass unsere Stadt zwar geographisch ganz am westlichen Rand des Kantons liegt, aber nicht irgendwo in der kulturellen Peripherie angesiedelt ist.» Katrin Meier nahm den Ball auf und pflichtete bei, nicht nur in Worten, sondern auch mit der Tatsache, das die von ihrem Amt ins Leben gerufene periodische Ausstellung von St. Galler Kunstschaffenden zum zweiten Mal in Wil logiert. Doch Wil ist heuer nicht der einzige Ort, wo jene Kunstschaffenden, die in den letzten Jahren je einen Werkbeitrag des Kantons im Umfang von 20 000 Franken erhalten haben, eine Präsentationsplattform erhielten. Während der Wintermonate finden solche Ausstellungen mit anderen ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern auch in St. Gallen und Walenstadt statt.

Sechssaitiges Cello

In der Kunsthalle Wil erhielten diese Gelegenheit acht Kunstschaffende: Tine Edel und Ilona Rüegg (Fotografien), Gisa Frank (Tanzchoreographie) sowie Michelle Grob, Franziska Messner, Brenda Osterwalder und Corina Vetsch (Bildende Kunst). Der Experimental-Cellist Stefan Baumann, ein weiterer Werkbeitragsempfänger, untermalte die Vernissage am Samstag mit seinem sechssaitigen Cello. Gisa Franks Ausdruckstänzerinnen bereicherten den Anlass mit der Performance «Rollende Pelze». Moderiert wurde die für einmal etwas länger dauernde Vernissage von der Co-Kuratorin der Kunsthalle, Claudia Reeb. Die Ausstellung «Ausgezeichnet» in der Kunsthalle läuft noch bis zum 20. Dezember, geöffnet jeden Donnerstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr.

Die Exponate der ausgezeichneten Kunstschaffenden können käuflich erworben werden.