AUSGESTEUERT: Weniger Personen bezogen Sozialhilfe

In Uzwil ist die Sozialhilfequote zurückgegangen. Die Gemeinde führt das unter anderem auf das Beschäftigungsprogramm mit der Stiftung Business House zurück.

Drucken
Teilen
In Uzwil gehen weniger zum Sozialamt. (Archivbild: Benjamin Manser)

In Uzwil gehen weniger zum Sozialamt. (Archivbild: Benjamin Manser)

Die Sozialhilfequote in Uzwil sei in den Jahren 2014 und 2015 von 1,8 auf 1,7 Prozent zurückgegangen, teilt die Gemeinde mit. Das sei vergleichsweise gering, habe doch der Kanton St. Gallen insgesamt eine Quote von 2,2 Prozent. Deutlich mehr Einwohner seien in Uzwil nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen, weil sie eine Verbesserung ihrer Erwerbssituation erreicht hätten. Das könne einerseits am überdurchschnittlichen Arbeitsplatzangebot in der Region liegen. Andererseits aber auch am Uzwiler Projekt «Arbeit statt Sozialhilfe».

Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Business House sei die Gemeinde in der Lage, arbeitsfähigen Sozialhilfeempfängern unverzüglich eine Arbeitsstelle zuzuweisen, heisst es in der Mitteilung weiter. Gesamtschweizerisch wie auch in Uzwil nehme die Verweildauer in der Sozialhilfe zu. Dieser Trend werde sich in Uzwil voraussichtlich noch verstärken. Denn in Uzwil sei der Anteil der Über-46-Jährigen unter den Sozialhilfeempfängern überdurchschnittlich hoch. Diese Kategorie habe es auf dem Arbeitsmarkt schwer, eine neue Beschäftigung zu finden.

Im Gegensatz zum schweizerischen Trend ging der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung, welche Sozialhilfe bezog, in Uzwil zurück. Und der Anteil der eingebürgerten Schweizer in der Sozialhilfe sei verschwindend klein. Die Statistik sei also durch Einbürgerungen nicht verfälscht, hält die Gemeinde fest.

Genaue Zahlen zu den Kosten der Sozialhilfe im vergangenen Jahr wird der Gemeinderat zusammen mit dem Rechnungsabschluss vorlegen. (red)