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Ausbau des Dorfbachs war sein Lebenswerk

OBERUZWIL. Am 27. Juni 1970 trat der Uzwiler Dorfbach über die Ufer. Die Hochwasser-Katastrophe richtete Schäden in Millionenhöhe an. Zum Handeln gezwungen, beauftragten die Gemeinden Uzwil und Oberuzwil Bruno Gröbli mit Planung und Ausführung der Korrektion des Dorfbachs, die 2011 ihr Ende fand.
Philipp Stutz
Bruno Gröbli: beruflich zeitlebens mit der Uze beschäftigt. (Bild: pd)

Bruno Gröbli: beruflich zeitlebens mit der Uze beschäftigt. (Bild: pd)

OBERUZWIL. Am 27. Juni 1970 trat der Uzwiler Dorfbach über die Ufer. Die Hochwasser-Katastrophe richtete Schäden in Millionenhöhe an. Zum Handeln gezwungen, beauftragten die Gemeinden Uzwil und Oberuzwil Bruno Gröbli mit Planung und Ausführung der Korrektion des Dorfbachs, die 2011 ihr Ende fand. Zu dieser Zeit verfasste der Bauingenieur HTL eine 170 Seiten umfassende Dokumentation über den Wildbach. «Für mich war dies mit einer Art Doktorarbeit vergleichbar», hat er einmal gesagt. Nun ist Bruno Gröbli am 6. Juni nach schwerer Krankheit verstorben.

Den Dorfbach sanieren

Planung und Baubegleitung der Uze-Sanierung bedeutete für Bruno Gröbli den Schwerpunkt seiner Tätigkeit und zog sich wie ein roter Faden durch sein Berufsleben. Den abschliessenden Bau des Entlastungsstollens zur Glatt konnte er als Rentner mitverfolgen.

Bruno Gröbli hatte als erfolgreicher Berufsmann 1969 nach verschiedenen Anstellungen das Ingenieurbüro Gröbli + Partner gegründet, das seit seinem Rückzug in den Ruhestand von seinem Schwiegersohn Markus Gerber weitergeführt wird. Gröblis Tochter Ursina erledigt die administrativen Arbeiten. An die 20 Lehrlinge hat der Bauingenieur während seines Berufslebens ausgebildet. Seine Gattin Blanca hat ihn bis zuletzt immer nach Kräften unterstützt.

Musik und Sport

Bei aller Faszination für die Technik war Bruno Gröbli aber auch der Muse zugetan. So spielte er Geige und Cello, und wirkte in verschiedenen Orchestern mit. Ebenso zählte die Malerei zu seinen Steckenpferden. Auch im sportlichen Bereich war der Verstorbene aktiv. In jungen Jahren war Bruno Gröbli ein begeisterter Kunstturner. In späteren Jahren zählten Skilaufen, Tennis und Badminton zu seinen Aktivitäten. Als Mitglied des Pétanque-Clubs St. Gallen war er am Bau der dortigen Clubhalle massgeblich beteiligt.

Bereits während seiner Lehrzeit zum Tiefbauzeichner leistete Bruno Gröbli Fronarbeit beim Bau des Jugendhauses in der Kobelhöhe. Ausserdem war er Ehrenpräsident des Pfadiheims Baden-Powell in Oberuzwil und engagierte sich am Projekt Bambolo in Uzwil, das Kindern während der Sommerferien ein vielfältiges Programm anbietet.

Reisen durch ganz Europa

Bruno Gröbli unternahm mit seiner Gattin ausgedehnte Reisen, die ihn mit seinem Camper durch ganz Europa führten. Er interessierte sich für die Kommunalpolitik und gab sich unter anderem in ironisch gefärbten Leserbriefen als klarer Befürworter einer Fusion der beiden Gemeinden Uzwil und Oberuzwil zu erkennen.

Das Herzstück seines Schaffens aber galt der Uze. Der Wildbach, wie er das Gewässer bezeichnete, hat ihn während seines ganzen Lebens fasziniert. Nun durfte Bruno Gröbli nach langem Leiden zu Hause in Frieden einschlafen.

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