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Aus Selbstschutz abgetaucht

Für Daniel Hubmann war die Heim-OL-WM das grosse Saisonziel. Dann riss bei ihm an der EM am 22. Mai die Achillessehne. Darum hat er die Titelkämpfe nur aus den Ferien verfolgt.
Ruedi Stettler

ESCHLIKON. Monatelang hat sich der Eschliker Daniel Hubmann systematisch auf die Weltmeisterschaften in Lausanne vorbereitet. Und dann passierte ihm an den Europameisterschaften im Staffellauf in Schweden das grausame Missgeschick: Riss der Achillessehne. Aus der Traum von einer weiteren Goldmedaille. Wer nun vergangene Woche erwartete, den verletzten Thurgauer irgendwo im Gelände um Lausanne zu entdecken, der irrte sich gewaltig. Er zog es vor, zwei Wochen – und nur schwer zu erreichen – in die Ferien zu verreisen. Ganz einfach auch, um auf andere Gedanken zu kommen. Mit dem Auto reiste er umher, am Schluss in Kroatien: «Hier geniesse ich die Sonne.» Vermutlich dieser Tage kehrt er zusammen mit seiner Freundin in die Schweiz zurück.

Hat er aus Frust die Weltmeisterschaften total ignoriert? «Jein. Es hat mich schon interessiert, wer gewonnen hat. Aber in die Details gehen wollte ich nicht.» Also hat sich der Hinterthurgauer ganz bewusst von diesen Titelkämpfen im eigenen Land ferngehalten? «Ja, das ist so. Vermutlich als reiner Selbstschutz, um nicht daran erinnert zu werden, was ich da nun verpasse.»

Guter Heilungsverlauf

Zwei- bis dreimal pro Woche absolvierte Hubmann bisher Übungen in der Physiotherapie, um die Beweglichkeit seiner Sehne zu fördern. Der Heilungsverlauf seines Fusses verläuft gut. «Ich bin voll im Soll. Eigentlich bin ich sogar schon etwas weiter, als ursprünglich angenommen. Darum war es jetzt in den Ferien auch möglich, gewisse Stadtbesichtigungen problemlos hinter mich zu bringen. Sogar ohne Krücken», sagte der mehrfache Weltcupsieger. Insgesamt drei Monate wird er wohl mit einem Spezialschuh unterwegs sein.

Am 22. Juli waren es genau zwei Monate, seit das Malheur passierte. Zurück in der Schweiz, wird sich Daniel Hubmann wie schon vorher wieder auf den Hometrainer setzen und daneben auch Kräftigungsübungen vornehmen. Und er frohlockt: «Wenn es so weitergeht, darf ich mich schon bald auch auf das Velo setzen.»

Trainerausbildung

Tatenlos verbringt der Thurgauer seine Zeit logischerweise nicht. Der 29jährige Bewegungsmensch blickt schon recht weit voraus: «Wenn mein Muskelaufbau richtig voranschreitet, kann ich spätestens im Winter wieder voll ins Training einsteigen.» Bereits vorher wird er sich im Herbst wohl vornehmlich der Trainerausbildung widmen. Trotz Rekonvaleszenz und langer Rehabilitationszeit denkt Daniel Hubmann wieder vermehrt an das Orientierungslaufen. Die verpasste Heim-WM ist zum Glück vorbei.

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