Aus Hobby wurde Betriebszweig

Vor mehr als 30 Jahren ass Karl Annen im Welschland erstmals Chicorée-Salat. «Es hatte mich gepackt und liess mich nicht mehr los», sagt er. Nun, mehr als drei Jahrzehnte später, ist er einer der sieben Chicorée-Produzenten in der Schweiz.

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Vor mehr als 30 Jahren ass Karl Annen im Welschland erstmals Chicorée-Salat. «Es hatte mich gepackt und liess mich nicht mehr los», sagt er. Nun, mehr als drei Jahrzehnte später, ist er einer der sieben Chicorée-Produzenten in der Schweiz. Täglich werden drei bis vier Tonnen ausgeliefert – vor allem an Coop, Spar und CC Angehrn. Wurde bis 2011 auf dem Hof von Karl und Silvia Annen-Wagner produziert, steht nun im Sorntal eine Halle. Annen beschäftigt 17 Mitarbeiter – vorwiegend aus dem Dorf – 15 in Teilzeit. Neben der Chicorée-Produktion betreiben Annens einen Landwirtschaftsbetrieb.

Die Chicorée-Produktion ist heikel. Die Bodenqualität muss stimmen, damit die Wurzeln die für die Salatzüchtung nötige Qualität haben. Deshalb wird im Rheintal angepflanzt. Nach der Ernte werden die Wurzeln nach Niederbüren gefahren. Im Kühlraum werden sie gelagert, damit während des ganzen Jahres produziert werden kann. Täglich werden die Wurzeln sortiert, in Metallbehälter eingestellt und im Wasser stehend dunkel gelagert, bis die gelb-weissen Zapfen spriessen. Nach etwa 21 Tagen werden die Zapfen von der Wurzel getrennt und verpackt. Die Wurzeln verfüttert Karl Annen letztlich seinen Kühen. (zi.)