Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Aus 1 mach 3: CVP gerät unter Druck

Die Findungskommission hat sich entschieden: Das überparteiliche Gremium schickt mit Michael Sutter und Roman Habrik zwei FDP-Vertreter ins Rennen um die Nachfolge von CVP-Gemeindepräsident Christoph Häne. Philipp Dörig, der von der CVP unterstützt wird, bleibt Kandidat.
Simon Dudle
Roman Habrik FDP, Kirchberg (Bild: pd)

Roman Habrik FDP, Kirchberg (Bild: pd)

KIRCHBERG. Es ist eine Entscheidung mit einigem Zündstoff. Geht es nach einem Mehrheitsbeschluss der Findungskommission, welcher Vertreter der Kirchberger CVP, FDP, SP und SVP angehörten, wird der neue Gemeindepräsident der einwohnermässig grössten Gemeinde des Toggenburgs ein Vertreter des Freisinns sein. Christoph Häne, der per Ende Jahr zurücktritt und dann auf 24 Jahre als Gemeindeoberhaupt zurückblickt, ist Christdemokrat.

1 Bazenheider, 1 Kirchberger

20 Bewerbungen hat die Findungskommission bekommen, mit sechs Kandidaten wurden Gespräche geführt. Ein Bazenheider und ein Kirchberger gingen als Sieger hervor. Der 40jährige Michael Sutter ist ein sogenannter Urbazenheider, der mit Ausnahme von drei Jahren in Basel immer in der Gemeinde Kirchberg gewohnt und vor ein paar Jahren in Bazenheid ein Haus gebaut hat. Seit dem Jahr 2012 arbeitet er als Bereichsleiter beim Bundesverwaltungsgericht St. Gallen, wo er sieben Mitarbeitende führt. Seit dem Jahr 2010 sitzt der FDP-Vertreter im Gemeinderat Kirchberg. Zudem ist er seit 15 Jahren Offizier der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg. Während sechs Jahren war der zweifache Familienvater Präsident des Turnvereins Bazenheid, wo er bis heute Mitglied ist. Zur Ausgangslage mit der CVP und der FDP sagt er: «Es ist für mich eine Persönlichkeitswahl.»

Der zweite Kandidat, Roman Habrik, ist 46jährig und wohnt mit seiner Familie seit drei Jahren in Kirchberg, wo er im STV aktiv ist. Der FDP-Vertreter leitet seit gut zehn Jahren eine Abteilung bei der Bühler AG in Uzwil und führt ein Team mit gut 50 Mitarbeitenden. 1993 hatte er sich im Rahmen seiner Ausbildung mit dem Kiesabbau in der Gemeinde Kirchberg beschäftigt. Habrik ist auch Mitglied der Umweltfreisinnigen St. Gallen, politisierte zwischen 2011 und 2013 im Wiler Stadtparlament und war zuvor vier Jahre lang Präsident der FDP Wil. «Es ist speziell, dass zwei FDP-Vertreter nominiert worden sind. Ich hoffe, die Personen stehen im Vordergrund und nicht nur die Parteizugehörigkeit», sagt Habrik.

CVP entscheidet am Montag

Die neue Ausgangslage bringt die CVP unter Druck. Deren Mitglieder hatten Philipp Dörig einstimmig zuhanden der Findungskommission portiert. Der Departementssekretär der Stadt Wil, der keiner Partei angehört und bei einer Wahl der CVP beiträte, wurde im Februar vom CVP-Vorstand als Kandidat vorgeschlagen und durch die Mitglieder einstimmig portiert. Erst danach wurde die Findungskommission auf Initiative der FDP gegründet, um weitere Kandidaten zu suchen.

Nun aber steht der Name Dörig nicht auf der Liste der Findungskommission. Lukas Fust, der für die CVP in diesem Gremium sass, sagt: «Wir werden die Situation am kommenden Montag im CVP-Parteivorstand diskutieren und dann das weitere Vorgehen definieren.» Und was sagt Dörig? «Da mich die CVP-Mitglieder einstimmig zuhanden der Findungskommission portiert haben, stehe ich weiterhin als Kandidat zur Verfügung.»

Michael Sutter, FDP, Bazenheid (Bild: © 2012 Béatrice Devènes (BD))

Michael Sutter, FDP, Bazenheid (Bild: © 2012 Béatrice Devènes (BD))

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.