AUFWERTUNG: Zurück zu mehr Natur

Die Wasserführung in Eschlikon erfährt Änderungen zum Wohl von Flora und Fauna.

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Die beiden Ziegeleiweiher in Eschlikon sind Naturschutzgebiet. Im Zusammenhang mit dem Neubau einer Entwässerungsleitung für das Industriegebiet Riet eröffnet sich die Gelegenheit, den Zu- und Abfluss teilweise offenzulegen und zu revitalisieren. Das Wasser aus dem östlichen Teil des Industriegebietes Riet floss gemäss historischen Karten früher Richtung Büfelden ab. Entgegen dem geltenden generellen Entwässerungsplan (GEP) ist dies derzeit nicht gewährleistet. Um diesen Missstand zu beheben, beabsichtigt die Gemeinde, eine Leitung für die Siedlungsentwässerung zu bauen. Die Leitung verläuft südlich parallel zur Bahnlinie, unterquert die Hörnlistrasse und wird anschliessend entlang des bestehenden Fusswegs offen geführt. Der Bachlauf bis zum Ziegeleiweiher wird mit Bäumen bepflanzt.

Der neue Bach heisst «Kwattbach», in Anlehnung an das Gebiet, das er durchfliesst. Auch der Abfluss Richtung Chräbsbach wird geöffnet. Der bestehende SBB-Durchlass wird erneuert und vergrössert, somit für Gewässerlebewesen und Kleinsäuger durchgängig gemacht. Um die Retentionswirkung des Ziegeleiweihers zu vergrössern, wird der Auslauf gedrosselt. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf 702000 Franken, rund 400000 entfallen auf die Erneuerung des SBB-Durchlasses. Die SBB leisten als Werkinhaber einen Beitrag von rund 230000 Franken, Kanton und Bund unterstützen die Revitalisierung und den Hochwasserschutz mit rund 340000 Franken.

Für die Gemeinde verbleiben Kosten von 132000 Franken. Resultierend ergebe sich eine Aufwertung des Naherholungsgebietes und eine Verbesserung des Hochwasserschutzes, hält der Gemeinderat fest. Den ökologischen Verbesserungen stehe eine geminderte landwirtschaftliche Nutzung gegenüber. Für alle Beteiligten sei eine befriedigende Lösung gefunden worden. (gk)