Auftritt in der Heimatstadt

WIL. Der Exil-Wiler Michael Hasenfratz steht am Freitag, 19. Dezember, mit seinem neuen Programm «Schwarz-Weiss» auf der Bühne der Aula Lindenhof. Der 29-Jährige lebt seit vier Jahren in Berlin.

Ursula Ammann
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Michael Hasenfratz lebt heute von der Musik. (Bild: pd)

Michael Hasenfratz lebt heute von der Musik. (Bild: pd)

«Ich habe schöne Erinnerungen an die Aula Lindenhof», sagt Michael Hasenfratz. Hier hat er vor rund 15 Jahren als einer von vielen Jugendlichen am Weihnachtskonzert der Musikschule Wil mitgemacht. Und hier tritt er am Freitag, 19. Dezember, als Einzelkünstler mit seinem Programm «Schwarz-Weiss» auf. In Wil ist Michael Hasenfratz aufgewachsen, zur Schule gegangen und hatte seinen ersten Liebeskummer. Heute wohnt der 29-Jährige in Berlin.

Fokus aufs Wesentliche

Michael Hasenfratz' Programm «Schwarz-Weiss» umfasst die schönsten Lieder aus den vergangenen 60 Jahren. Darunter «The Rose» von Bette Midler oder «Über den Wolken» von Reinhard Mey. Der Name «Schwarz-Weiss» stehe für das Nostalgische, für die Fokussierung aufs Wesentliche und für die Tasten des Klaviers, sagt Michael Hasenfratz. Er wird bei seinem Auftritt von der Berliner Pianistin Clara Haberkamp begleitet. Auch in Rapperswil und Bern wird Hasenfratz mit seinem Programm auftreten. Für ihn sei diese Auftrittsreihe unter anderem eine Art Test, um herauszuspüren, ob seine Konzerte in der Schweiz gefragt seien, sagt der gebürtige Wiler.

Mundart kommt an

Vor vier Jahren packte Michael Hasenfratz seine Koffer und zog nach Berlin. «Ich wollte einen Neuanfang wagen», sagt er. Der studierte Betriebswirtschafter arbeitete zuvor als Berater in einer Online-Agentur. Heute lebt er von der Musik: einerseits vom Unterrichten, andererseits von Konzerten. Kürzlich schaffte er mit seinem Mundartsong «Dini Wält» – diesen komponierte er für die Teilnahme an der Schweizer Vorausscheidung des Eurovision Song Contest – den Einzug ins Halbfinale des 1. Berliner Song Contest.

Kann man mit Schweizerdeutsch in Deutschland erfolgreich sein? Er habe «Dini Wält» auch schon auf Hochdeutsch gesungen, sagt Hasenfratz. «Darauf haben mich die Deutschen gefragt, weshalb ich denn nicht mehr in Mundart singe, denn das sei doch so schön, und man verstehe es auch, wenn man sich Mühe gebe.»

Das Konzert in der Aula Lindenhof beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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