«Auftrag nicht erfüllt»

WIL. Guido Wick von den Grünen Prowil ist mit dem Vorgehen des Stadtrates alles andere als einverstanden. Der Grundauftrag aus der parlamentarischen Erklärung sei nicht erfüllt, sagt er. «Der Stadtrat hat keine einzige Richtofferte eingeholt. Er hat es nicht einmal probiert», betont Guido Wick.

Ursula Ammann
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WIL. Guido Wick von den Grünen Prowil ist mit dem Vorgehen des Stadtrates alles andere als einverstanden. Der Grundauftrag aus der parlamentarischen Erklärung sei nicht erfüllt, sagt er. «Der Stadtrat hat keine einzige Richtofferte eingeholt. Er hat es nicht einmal probiert», betont Guido Wick. Stattdessen sei die gesamte Energie dafür aufgewendet worden, zu erklären, warum dies nicht möglich sei. Die Begründung, Anbieterfirmen würden keine Richtofferten einreichen, um ihre rechtlichen Möglichkeiten in künftigen Submissionsverfahren nicht zu schmälern, lässt Guido Wick nicht gelten. «Es trifft nicht zu, dass eine Firma ausgeschlossen werden kann, weil sie eine Richtofferte stellt, insbesondere in einem beschränkten Anbietermarkt», sagt er.

Dass die Stadt das Ergebnis im Rechtsstreit mit Abacus abwarten will, um sicher zu gehen, dass eine freihändige Vergabe zulässig ist, findet Guido Wick ebenfalls nicht nachvollziehbar. Vielmehr zeige dieses Verhalten, dass der Stadtrat gar nicht an einem wirtschaftlichen Angebot interessiert sei. «Der Stadtrat nimmt in dieser Angelegenheit die Position der VRSG ein und handelt nicht im Interesse der Stimmbevölkerung», betont Guido Wick.

Die Grünen Prowil reichen deshalb erneut eine Interpellation ein, um damit mehr Preistransparenz zu fordern.