«Auftakt» ging als Sieger hervor

Die Schulbehörde von Eschlikon führte für den geplanten Neubau der Schule von Wallenwil einen Architekturwettbewerb durch. Das Siegerprojekt «Auftakt» sieht einen Längsbau an das Schulhaus Mettlen vor.

Philipp Haag
Merken
Drucken
Teilen
Im Schulhaus von Wallenwil fehlt es an genügend Unterrichtsräumen. (Bild: Nana do Carmo)

Im Schulhaus von Wallenwil fehlt es an genügend Unterrichtsräumen. (Bild: Nana do Carmo)

WALLENWIL. Nun ist klar, wie der Neubau beim Schulzentrum Wallenwil aussehen soll: Östlich des Schulhauses Mettlen soll ein circa 37 Meter langer und 14 Meter breiter Bau mit einer Grundfläche von um die 480 Quadratmetern erstellt werden. Der dreistöckige Neubau mit einer Verbindung zum Mettlen-Schulhaus wird als Verlängerung des desjenigen angeordnet, damit die beiden Gebäude quasi eine Einheit bilden, sich äusserlich aber unterscheiden. Im Untergeschoss des Neubaus wird eine Aula eingerichtet, daneben ein Raum für den Kindergarten respektive die Basisstufe. Im Erd- und im Obergeschoss gibt es je zwei Schulzimmer mit Nebenräumen. Ursprünglich wollte die Schulbehörde einen zweigeschossigen Bau erstellen. Weil sie aber von steigenden Schülerzahlen in den nächsten Jahren ausgeht, ausserdem ein dreistöckiger Neubau billiger kommt als ein Neubau mit zwei Geschossen und eine Erweiterung um ein drittes in ein paar Jahren, entschied sich die Behörde für einen dreistöckigen Neubau. Mit 10 Metern kommt er gleich hoch wie das angrenzende Schulhaus Mettlen.

10 Projekte eingereicht

Das Projekt mit Namen «Auftakt» des Architekturbüros Olbrecht, Krebs und Hofer AG aus Frauenfeld ging als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Im Einladungsverfahren hatten zehn Architekturbüros aus der Region teilgenommen. Eine Jury wertete die Vorschläge aus. In einer ersten Runde sortierte sie die Projekte aus, welche die Kriterien bezüglich Ortsbau und Architektur nicht einhielten. In einem zweiten Schritt schieden diejenigen aus, welche die schultechnischen Anforderungen, beispielsweise für die Räumlichkeiten für die Basisstufe, nicht erfüllten. Übrig blieben drei Projekte, wobei es sich schnell abzeichnete, dass der Vorschlag der Frauenfelder Architekten im Vorteil gegenüber den anderen war, wie Schulpräsidentin Susanna Koller Brunner gestern morgen bei der Präsentation des Siegerprojekts sagte. «Der Vorschlag hat uns insbesondere überzeugt, weil das fünf Jahre alte Schulhaus Mettlen und der Neubau zu einem eigentlichen Ganzen verbunden werden.» Sie sprach ausserdem von einer interessanten Spannung in den Bauten sowie einer kompakten Bauweise. «Für die Jury war dies der beste Wurf.»

Ob der Schulhausneubau erstellt wird, entscheidet sich im nächsten Februar. Die Stimmberechtigten haben sich zwar im Mai für einen Neubau ausgesprochen, weil es vor allem wegen des Englischunterrichts an der Primarschule an genügend Schulraum fehlt, der Kredit wird aber erst an der nächsten Schulgemeindeversammlung vorgelegt. Wie hoch dieser sein wird, steht noch nicht fest, erst muss das Detailprojekt ausgearbeitet werden. Bei einer Information nannte die Schulbehörde die Summe von 2,7 Millionen Franken, allerdings für einen zweistöckigen Bau. Verläuft alles nach Plan, ist im Sommer 2012 der Baustart, der Einzug in den Neubau ein Jahr später.

Die Turnhalle verlegen

Wenn es nach dem Willen der Schulbehörde geht, soll in einer weiteren Bauphase die Turnhalle gegen Süden versetzt werden, wofür der Kindergarten Bienenhaus weichen müsste. Zwischen dem Rimli-Schulhaus, dem Mettlen-Erweiterungsbau mit seinem Vordach auf der Südseite und der Turnhalle würde ein grosszügiger, zentraler Platz entstehen. Dies ist erst eine Vision. Von einem Wunsch sprach Schulpräsidentin Susanna Koller Brunner.

Der Längsbau ist ans Schulhaus Mettlen geplant. Zusätzlich soll ein drittes Geschoss erstellt werden. (Bild: pd)

Der Längsbau ist ans Schulhaus Mettlen geplant. Zusätzlich soll ein drittes Geschoss erstellt werden. (Bild: pd)