Aufholjagd ist geglückt

Bazenheid startete trotz 0:2-Pausenrückstand optimal in den Frühling und wendete eine scheinbar verlorene Partie gegen den FC Küsnacht durch Tore von Gregorin, Locher und Maag.

Beat Lanzendorfer
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Der FC Bazenheid siegte mit 3:2 gegen den FC Küsnacht. (Bild: uno.)

Der FC Bazenheid siegte mit 3:2 gegen den FC Küsnacht. (Bild: uno.)

Fussball. Klar, war Trainer Oscar Escobar nach dem Schlusspfiff zufrieden, trotzdem sah er auch Verbesserungspotenzial: «Die Chancenauswertung war sehr mangelhaft und hätte uns fast die Punkte gekostet, heute aber haben die Mittelfeldspieler die Partie gerissen.» In der Tat kamen die St. Galler gut in die Gänge und hätten nach Chancen von Rückkehrer Baumann und Locher eigentlich vorlegen müssen. Statt 0:2 hiess es nach einer halben Stunde 2:0. Die Gästeabwehr sah zweimal nicht gut aus, was Hürlimann (25.

) und Gasche (30.) zu Treffern nutzten. Als Handicap erwies sich auch, dass Baumann verletzungsbedingt noch im ersten Durchgang den Platz verlassen musste.

An Stärken erinnert

Oscar Escobar nahm sich seine Akteure in der Kabine zur Brust, erinnerte sie an ihre Stärken, und plötzlich lief es. Fünf Minuten nach dem Wechsel nahm Maurin Gregorin, der zweite Rückkehrer, aus gut zwanzig Metern Anlauf und hämmerte den Ball genau ins obere Dreieck. Die Aufholjagd war lanciert.

Vorerst musste bei zwei Abschlussversuchen von Baran aber das Glück beansprucht werden. Der gut aufgelegte Radoncic war jedoch nicht mehr zu bezwingen. Ein herrlicher Angriff über den herausragenden Ludolini brachte dann den Ausgleich, den Locher (65.) nach perfektem Querpass markierte. Die Gäste waren längst spielbestimmend und wollten nun definitiv den Sieg.

Maag macht den Sack zu

Die Konter der Zürcher blieben aber stets gefährlich, und der immer schneller und rutschig gewordene Kunstrasen brachte manch gefährliche Situation. Definitiv auf die Siegerstrasse bogen die Toggenburger nach 82 Minuten ein. Ludolini wurde im Strafraum regelwidrig angegangen, und der Schiedsrichter entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten an der Linie auf Penalty – Maag verwandelte im Stile eines Routiniers zum 3:2.

Daraufhin verlor der Torhüter aus Küsnacht die Nerven und durfte nach seiner verbalen Attacke gegen die Unparteiischen vorzeitig unter die Dusche. Weil Küsnacht danach die Brechstange auspackte, brauchte es in der Schlussminute eine Glanztat von Radoncic, um im neuen Jahr die ersten drei Zähler ins Trockene zu bringen. Der Sieg war das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung, speziell die Vorstellung in der zweiten Halbzeit lässt darauf schliessen, dass die Truppe noch einiges vor hat.

Telegramm: Fallacher – 200 Zuschauer – SR Demir

Tore: 25. Hürlimann 1:0, 30. Gasche 2:0, 50. Gregorin 2:1, 65. Locher 2:2, 81. Maag 2:3. FC Küsnacht: Rinaldi; Fotheringham (82. Mattia), Fegble, Stengele, Sahin; Musliji, Imfeld, Hürlimann, Gasche (52. Akermann); Salluce, Baran (71. Corda). FC Bazenheid: Radoncic; Locher, Rey, Vieira, Dushica; Ludolini, Gregorin, Freid (81. Studer), Maag, Baumann (35. Ott); Spadavecchia (90. Elmazi). Verwarnungen: 33. Spadavecchia (Reklamieren), 43. Gasche, 60. Locher (beide Foul), 82. Rinaldi rote Karte (Reklamieren). Bemerkung: Bazenheid ohne Hürlimann, Shala und Simoes (alle gesperrt), Biljali (verletzt), Oswald (beruflich abwesend).

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