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Spurenstoffe im Trinkwasser: Eine Wilerin erforscht neue Messmethoden

Manuela Wipf befasst sich mit Mikropartikeln im Wasser. Ein Thema, das aktueller kaum sein könnte.
Philipp Wolf
So sauber unser Trinkwasser auch aussieht, sind in ihm doch zahlreiche Spurenstoffe nachweisbar. (Bild: Steffi Loos/DAPD)

So sauber unser Trinkwasser auch aussieht, sind in ihm doch zahlreiche Spurenstoffe nachweisbar. (Bild: Steffi Loos/DAPD)

Sie sind dieser Tage in aller Munde – und längst in unserem Trinkwasser: Spurenstoffe wie Mikroplastik oder Kohlenstoffpartikel. Noch ist nicht abschliessend geklärt, ob diese Stoffe die Gesundheit des Menschen negativ beeinflussen. Währenddessen werden Messverfahren zur Wasserbelastung laufend weiter entwickelt. Dabei direkt involviert ist die Wilerin Manuela Wipf, Studentin an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

Die 25-Jährige beschäftigte sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit des Systemtechnik-Studiums mit dem Messen von Mikropartikeln im Wasser. Wipfs Weg zu dieser Bachelorarbeit war dabei längst nicht so kerzengerade, wie die Laserstrahlen, auf die sich ihre Arbeit stützte. Die Wilerin absolvierte zunächst das Kathi und entschied sich danach für das Absolvieren einer Lehre. Wipf durchlief an der ETH Zürich die Ausbildung zur Physiklaborantin mit begleitender Berufsmatura. Nach erfolgreichem Lehrabschluss entschied sich die Wilerin, die gymnasiale Matura nachzuholen, während sie gleichzeitig noch an der ETH arbeitete. Wipf, die sich zeitlebens für das Fach interessierte, sagt:

«Denn eigentlich wollte ich immer Physik mit Schwerpunkt Astronomie studieren.»

Als Kind besuchte sie einmal pro Monat das Technorama in Winterthur. Statt an der ETH zu studieren, entschied sich Wipf schliesslich aber für die FHNW. Diese sei ursprünglich bloss eine Art Plan B gewesen, sagt Wipf. Doch nach dem Besuch von Informationsanlässen habe sie sich für Systemtechnik und gegen ein reines Physikstudium entschieden.

Wipf wird weiter zum Thema forschen

Als es schliesslich vor einem Jahr an die Bachelorarbeit ging, hat sie die entscheidenden Inputs vom Institut für Elektronik und Sensorik erhalten. Bereits seit Jahrzehnten erforscht die Arbeitsgruppe am Institut Partikel in der Luft. Wipf hat in ihrer Arbeit nun eine Machbarkeitsstudie für das Messverfahren im Wasser durchgeführt. Sie untersuchte, ob die Methode, welche bei Luftmessungen bereits angewandt wird, auch bei Wasser genutzt werden könnte.

Wipf mass dazu mit zwei Lasern den schwarzen Kohlenstoffanteil in Wasserproben. Der eine Laser erwärmte dabei die Partikel – mehr Partikel im Wasser resultierten dabei in einer grösseren Temperaturänderung. Diese wurde schliesslich vom zweiten Laser festgestellt. Mit dem Ausgang ihrer Studie ist Wipf zufrieden:

«Das Messverfahren eignet sich für eine Langzeitüberwachung der Wasserqualität.»

Es lasse sich beispielsweise feststellen, ob Grenzwerte eingehalten würden. In Kürze wird Wipf eine Anstellung am Institut für Elektronik und Sensorik antreten, um weiter zum Thema ihrer Arbeit zu forschen.

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