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Auf Motorrad folgt Kinderwagen

Roman Stamm tritt kürzer. An der Langstrecken-WM wird er weiterhin Rennen bestreiten, doch in der IDM hat er zum letzten Mal Gas gegeben. Schon bald hat er es mit einem neuen Fahrzeug zu tun.
Ralf Rüthemann
Roman Stamm nach seinem letzten IDM-Rennen auf dem Hockenheimring. (Bild: Sportfoto Wiessmann (Hockenheimring, 25. September 2016))

Roman Stamm nach seinem letzten IDM-Rennen auf dem Hockenheimring. (Bild: Sportfoto Wiessmann (Hockenheimring, 25. September 2016))

Er wollte endlich einmal den Titel in der IDM (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) gewinnen, doch dem Fischinger Roman Stamm gelang es wieder nicht. «Im Dezember hatte ich einen schweren Unfall, bei dem ich mir die Muskeln an beiden Oberschenkeln abgerissen habe», erzählt der Hinterthurgauer Motorradrennfahrer. «Deshalb verpasste ich die ganze Saisonvorbereitung.» Dieses Jahr wäre die Vorbereitung für Stamm besonders wichtig gewesen, denn er hätte sich an seine neue Kawasaki gewöhnen und Daten sammeln müssen. Immerhin reichte es am Schluss noch für den 5. Rang in der Kategorie Superstock 1000.

Immer noch sieben, acht Wochen pro Jahr unterwegs

18 Jahre lang fuhr der bald 40-Jährige Rennen in der IDM und reiste während der Meisterschaft fast wöchentlich von Kontinent zu Kontinent. «Die langen Reisen und die Staus werde ich definitiv nicht vermissen.» Ganz bleibt Stamm davon aber nicht verschont, denn er wird weiterhin mit dem Berner Team Bolliger Rennen an der Langstrecken-WM bestreiten. «Ich bin dann noch etwa sieben bis acht Wochen für den Rennsport unterwegs», sagt Stamm, der sein Pensum als Fahrzeugbauer bei der Firma Brändle Feuerwehrfahrzeuge in Sirnach jetzt aufstocken wird.

Ab kommendem November hat es Stamm mit einem völlig neuen Fahrzeug zu tun: einem Kinderwagen. «Ich bin gespannt auf diese neue Aufgabe», sagt der baldige Familienvater. «Und ich werde natürlich wieder viel mehr Zeit in meiner Heimat Fischingen verbringen. Das wird auch wieder eine grosse Umstellung sein.»

Mit dem Motorrad in die Ferien gefahren

Stamm wuchs in einer absoluten Motorradfamilie auf. «Mein Bruder sass jeweils bei der Mutter hinten drauf und ich beim Vater», erzählt er von den Familienferien in seiner Kindheit. Schon als kleiner Bub träumte Stamm davon, Rennfahrer zu werden. Diesen Traum hat er sich weit mehr als erfüllt. Zwar reichte es in der IDM nie für den Titel, doch immerhin für drei Vizemeistertitel. Dennoch sei Stamm nach seinem letzten Rennen auf dem Hockenheimring etwas enttäuscht gewesen, als er realisierte, dass er keine weitere Chance auf den Meistertitel hat. «Aber mit diesen Mitteln, die wir hatten, kann man definitiv sagen, dass wir den zweiten Platz gewonnen und nicht den Titel verloren haben.» Auch in der Langstrecken-WM gewann er mit dem Team Bolliger 2005 und 2010 bereits zwei Vizeweltmeistertitel.

Weitere Highlights in Stamms Karriere waren die vier Schweizer-Meister-Titel, der erste Sieg an einem IDM-Lauf sowie sein erstes Überseerennen in Atlanta: «Dort habe ich auch ein paar GP-Stars getroffen», sagt Stamm. «Ich habe die Amerikaner als sehr freundliches Volk kennen gelernt.» Auch das ganze Rundherum an diesem Anlass sei damals ein Riesen-Highlight für Stamm gewesen. «Erst recht für ein Landei wie mich.»

Roman Stamm Motorradrennfahrer (Bild: rar)

Roman Stamm Motorradrennfahrer (Bild: rar)

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