Auf die Zielgerade einbiegen

Die vierte Austragung des Motocross in Zuckenriet soll etwas Besonderes werden. Erstmals nach 30 Jahren findet wieder einmal ein Seitenwagen-Schweizer-Meisterschaftslauf im Kanton St. Gallen statt.

Urs Nobel
Drucken
Teilen
Für den Toggenburger Nico Seiler wird das Rennen in Zuckenriet zu einem eigentlichen Heimrennen, auf das er sich besonders freut. (Bild: pd)

Für den Toggenburger Nico Seiler wird das Rennen in Zuckenriet zu einem eigentlichen Heimrennen, auf das er sich besonders freut. (Bild: pd)

MOTOCROSS. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, das hat sich im vergangenen Jahr auch Urs Ulli nach dem Motocross Zuckenriet gesagt und bald schon alles für die nächste Durchführung in die Wege geleitet. «Ich habe aber doch zuerst einmal ein paar Tage Pause gemacht, ehe die erste OK-Sitzung durchgeführt wurde.» An besagter Sitzung wurde Bilanz gezogen und das Datum der nächsten Veranstaltung vorbestimmt. «Unser Wunsch war, Motocross Zuckenriet im 2016 eine Woche früher als im 2015 durchzuführen. Wir wollten der <Konkurrenz> aus dem Weg gehen, um die besten Piloten in Zuckenriet zu haben.»

Datum wurde als gut befunden

Das diesjährige Datum – am Wochenende 16./17. Juli – sei ideal, sagt Ulli. «Drei Wochen später findet der MXGP, ein internationales Rennen in Frauenfeld, statt. Mit ein bisschen Glück starten deshalb noch einige WM-Fahrer bei uns.» Beim Gemeindepräsidenten Simon Thalmann sei der Vorschlag ebenso auf Zustimmung gestossen wie bei der Féderation Motocycliste Suisse (FMS), die grosses Interesse daran habe, mit einer Veranstaltung im Kanton St. Gallen präsent zu sein. Nachdem diese wichtigen Details geklärt waren und die notwendigen Bewilligungen eingetroffen waren, konnte es auch OK-Präsident Urs Ulli wieder für ein paar Wochen ruhiger angehen. «Es gab aber auch in jener Phase immer wieder etwas zu besprechen oder abzuklären.»

Intensiv und interessant

Bereits im Januar wurde die nächste Phase der Vorbereitung eingeläutet. Ulli traf sich mit dem Parcoursbauer Christian Chanton aus dem solothurnischen Lutherbach und teilte ihm seine Wünsche mit. Chanton, der als absoluter Top-Mann im Bereich Parcoursbau gilt, versucht die Wünsche des Veranstalters jeweils entsprechend umzusetzen. Immer jedoch unter Berücksichtigung der Sicherheit für Fahrer, Zuschauer und der Rennleitung. Urs Ulli schwärmt: «Der diesjährige Parcours wird für die Fahrer intensiv und für die Zuschauer noch interessanter.»

Grossbildschirm

Auch rund um die Rennstrecke soll Stimmung aufkommen. Dafür hat sich Ulli in den letzten Wochen mit verschiedenen möglichen Ausstellern getroffen und Verhandlungen geführt. «Ich konnte beispielsweise wiederum den Tuning Spezialisten von RC Racing Remo Brunner aus Niederwil dafür gewinnen, auszustellen. Aber auch Patrick Kalberer, der ehemalige Spitzenpilot, wird einen Stand auf der Anlage betreiben. Zudem können die Zuschauer die neusten E-Bikes anschauen.» Als absolute Neuheit preist Ulli eine grosse LED-Wand auf dem Gelände an, auf der man das aktuelle Renngeschehen auf einem grossen Bildschirm ebenfalls mitverfolgen kann. Dies ermöglicht es dem Veranstalter zudem, zusätzlich attraktive Sponsoren-Werbung zu machen. Was das Sponsoring anbelangt, ist Ulli schon sehr zufrieden. Die ganze Region beteilige sich, was er keineswegs als selbstverständlich empfinde. «Es zeigt mir jedoch, dass das Gewerbe hinter der Veranstaltung steht.»

Fast alles ist geregelt

Unterdessen befindet sich Urs Ulli und sein Team auf der Zielgeraden, was die Vorbereitungen anbelangt. Das Festzelt sei organisiert, ebenso die Musik und die Bestellungen bei den Lieferanten deponiert. Vier OK-Sitzungen waren im vergangenen Jahr dafür nötig und etliche Einzelgespräche mit den Ressort-Verantwortlichen. Auch an die Parkplatzmöglichkeiten sei gedacht worden. «Wir erwarten in Zuckenriet nicht nur mehr Fahrer (etwa 380), sondern auch noch mehr Zuschauer.» Die Veranstaltung finde immer mehr Zuspruch und habe sich einen guten Namen erschaffen. «Die Zuschauer sollen diese zwei Tage in Zuckenriet geniessen können.» Ulli denkt aber auch an die Spezialgäste des Wohnheims Sonnenrain in Zihlschlacht. «Wir werden extra für sie einen rollstuhlgängigen Platz bereitstellen, von wo sie das gesamte Geschehen hautnah mitverfolgen können.»

Aktuelle Nachrichten