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Auf dem Weg nach ganz oben

Am 23. Oktober startet das BZWU in Uzwil den Lehrgang «Dipl. Techniker HF Unternehmensprozesse». Alle 24 Plätze sind ausgebucht. Ein Höhere-Fachschule-Lehrgang ist die höchste Stufe für ein Berufs- und Weiterbildungszentrum.
Hans Suter
Der erste Lehrgang zum «Techniker HF Unternehmensprozesse» mit Start am 23. Oktober am BZWU in Uzwil ist ausgebucht. Werner Buchmann (links), Leiter Weiterbildung, und sein Stellvertreter Samuel Böhni planen für April 2016 bereits die zweite Auflage des neuen HF-Lehrgangs. (Bild: Hans Suter)

Der erste Lehrgang zum «Techniker HF Unternehmensprozesse» mit Start am 23. Oktober am BZWU in Uzwil ist ausgebucht. Werner Buchmann (links), Leiter Weiterbildung, und sein Stellvertreter Samuel Böhni planen für April 2016 bereits die zweite Auflage des neuen HF-Lehrgangs. (Bild: Hans Suter)

UZWIL. Werner Buchmann ist der Stolz anzusehen. Innert weniger Monate hat es der Leiter Weiterbildung am Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil (BZWU) mit seinem Team geschafft, einen Lehrgang im Segment der Höheren Fachschule (HF) aufzubauen. Es ist der erste am BZWU. Seit dem 1. Januar dieses Jahres hat der Standort Uzwil des BZWU den Status «Kompetenzzentrum für Technik Ostschweiz», was Uzwil als Bildungsstandort weiter stärkt.

Kontinuierlich nach oben

Eidgenössisch anerkannte Abschlüsse haben in der Schweizer Wirtschaft eine grosse Bedeutung. Nach der Berufslehre bilden sich daher viele junge Berufsleute weiter. Eine Ausbildung mit eidgenössischem Fachausweis ist nach der Berufslehre die erste Stufe zum Erwerb eines eidgenössisch anerkannten Abschlusses. Im Segment des Produktionsumfelds sind dies zum Beispiel Prozess- oder Logistik- fachleute, Industriemeister oder Technische Kaufleute. Das durchlässige Schweizer Bildungssystem ermöglicht danach eine Fortsetzung der Ausbildung auf der Stufe einer «Höheren Fachschule» (HF). Das Diplom als Techniker/Technikerin HF Unternehmensprozesse, das neu am BZWU in Uzwil erworben werden kann, ermöglicht den Zugang zu Fachhochschulen.

Herausfordernde Semester

Geschenkt bekommen die jungen Berufsleute das Diplom allerdings nicht. Vor ihnen stehen sieben herausfordernde Semester und eine finanzielle Investition von rund 25 000 Franken. In der Praxis zeigt sich, dass sich die Arbeitgeber etwa bei der Hälfte der Studierenden an den Weiterbildungskosten beteiligen und im Gegenzug ein längeres Engagement im Betrieb vereinbaren. Dadurch soll eine Win-win-Situation hergestellt werden. Der Lehrgang umfasst 1600 Lektionen und verlangt ebenso viel an ausserschulischer Lernarbeit. Nicht zu unterschätzen ist auch die Diplomarbeit, die weitere 250 Stunden in Anspruch nehmen wird. «Viele schliessen sich erfahrungsgemäss zu Lerngruppen zusammen, um das Pensum gemeinsam zu bewältigen», sagt Werner Buchmann, der als stellvertretender Rektor den ganzen Bereich Weiterbildung verantwortet. Doch wer wird überhaupt zum Lehrgang zugelassen? «Grundvoraussetzung sind sechs Jahre Berufserfahrung», sagt Samuel Böhni, Bereichsleiter Weiterbildung. Das bedeutet zwei Berufsjahre nach der abgeschlossenen vierjährigen Lehre. Sind junge Berufsleute nach der Lehre nicht schulmüde? «Nein, immer weniger. Viele machen heute nach der Lehre weiter und erwerben bewusst Methodenkompetenz», sagt Werner Buchmann. «Die jungen Leute wissen zudem, dass sie zwei Jahre nach der Berufslehre im idealen Alter für diese Weiterbildung sind, weil Verpflichtungen durch Familie und höhere Führungsaufgaben noch vor ihnen liegen und noch nicht belasten.»

Zweiter Lehrgang im April

Der Lehrgang ist modular aufgebaut. Nach den ersten vier Semestern kann die Berufsprüfung zum Prozessfachmann FA absolviert werden. Der Fächerplan umfasst unter anderem Mathematik und technische Statistik, Marketing, Verkauf und Kundendienst, Prozesse und Projekte, Recherche, Text und Präsentation, Unternehmensführung und Personalplanung, Kommunikation, Recht, Produktentwicklung, -planung und -steuerung. Nach weiteren drei Semestern folgt die Diplomarbeit zum Dipl. Techniker HF Unternehmensprozesse. Das Schwergewicht der Fächer liegt nun bei komplexen Managementaufgaben in Führung und Prozessen. «Viele haben bereits Führungsaufgaben in Teams und erweitern sukzessive auch ihre Sozialkompetenz», sagt Samuel Böhni.

Gut abgestützt

Mit der Swissmem-Kaderschule und dem Sfb-Bildungszentrum konnte das BZWU zwei starke Bildungspartner für den HF-Lehrgang gewinnen. Als grösster Branchenverband vereint Swissmem die Betriebe der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie verwandter technologieorientierter Branchen. Die Swissmem-Kaderschule ist die Ausbildungsinstitution des Verbandes. Das Sfb-Bildungszentrum ist eine Schule für technische Aus- und Weiterbildung in der Schweiz. Das Angebot fokussiert sich auf die Bereiche Automation, Prozessmanagement, Logistik, Informatik, Management sowie Energie und Umwelt.

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