«Auf Bestehendem aufbauen»

Die Einsprache der Schulbehörde hat Wirkung gezeigt. An der Versammlung der Sekundarschulgemeinde Rickenbach-Wilen informierte Schulpräsident Armin Blöchlinger über das Ausbauprojekt an der Engistrasse.

Monique Stäger
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Wilen. Der Schulpräsident Armin Blöchlinger informierte im Rahmen der Sekundarschulgemeinde Rickenbach-Wilen die Versammelten über den Stand beim Projekt des Ausbaus der Engistrasse. Gegen das Strassenprojekt – Ausbau von heute 4,50 Meter auf neu 5,50 Meter – hatte die Schulgemeinde aus Sicherheitsüberlegungen Einsprache erhoben. Im Rahmen der Einspracheverhandlungen einigte man sich auf einen Ausbau der Engistrasse auf eine Breite von 4,80 Meter und einem Trottoir von 1,50 Meter Breite.

Geplant seien auch zwei Verkehrsberuhigungs-Massnahmen, wie Blöchlinger anhand der Projekt-Pläne aufzeigte.

Die Kosten dieses Ausbaus würden aufgeteilt zwischen der Gemeinde Wilen und den anstossenden Grundeigentümern mit je 35 Prozent und der Schulgemeinde Rickenbach-Wilen mit 30 Prozent. «Die Kosten für die Sekundarschulgemeinde belaufen sich somit auf rund 145 000 Franken», so Blöchlinger.

Vielfalt und Individualität

Am Donnerstagabend folgten 65 der 2940 Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Rickenbach-Wilen der Einladung zur ordentlichen Schulgemeindeversammlung in die Aula des Sekundarschulzentrums Ägelsee. Dies entspricht einer Beteiligung von 2,2 Prozent.

Armin Blöchlinger führte als neugewählter Schulpräsident durch seine erste Versammlung. Am Eingang waren farbige Würfel an die Bürgerinnen und Bürger verteilt worden. Blöchlinger verglich die Farbenvielfalt mit der Individualität jedes Lernenden.

«Die sechs Würfelseiten stehen für die zentralen Qualitätsbereiche einer guten Schule, nämlich Unterricht, Schulklima, Schulführung, Personalentwicklung, Qualitätssorge und Ressourcen wie Lernumgebung, Finanzen oder Aussenkontakte.» Die sechs Qualitätsbereiche seien unweigerlich miteinander verbunden, und es gelte «auf Bestehendem aufzubauen und Prioritäten zu setzen».

Rechnung schliesst mit Defizit

Die Jahresrechnung der Schulgemeinde schliesst mit einem Defizit von rund 222 000 Franken. Wie die Finanzchefin Sandra Hollenstein ausführte, sei dies eine Besserstellung gegenüber dem Budget von rund 33 900 Franken. Diese resultiere vor allem aus den erhöhten Steuereinnahmen von rund 32 800 Franken. Das Defizit werde durch einen Bezug aus dem Eigenkapital gedeckt, dieses beläuft sich demnach neu auf 1,16 Mio. Franken.

In das Investitionsbudget für das laufende Jahr wurden 70 000 Franken aufgenommen. Mit diesem Betrag sollen Küchengeräte in der Schulküche und der defekte Trennvorhang in der Turnhalle ersetzt werden.

Der Voranschlag für das Jahr 2010 weist bei Ausgaben von rund 4,25 Mio. und Einnahmen von rund 4 Mio. Franken ein Defizit von rund 250 000 Franken aus. Der Steuerfuss soll bei 42 Prozent belassen werden.

Die versammelten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger genehmigten Rechnung, Budget und Steuerfuss einstimmig.

Verhandlungen mit Sirnach

Aus den Reihen der Versammelten wurde die Frage an den Präsidenten gestellt, wie sich das neue Beitragsgesetz, welches im Grossen Rat verabschiedet wurde und ab 2011 in Kraft treten soll, auf die Kantonsbeiträge auswirken werde.

Diese Frage könne nicht pauschal beantwortet werden, so der Schulpräsident, denn die Beitragshöhe hänge mit dem Steuerertrag zusammen. «Tendenziell fahren wir aber nicht schlechter», so die Einschätzung Blöchlingers.

Die Volksschulgemeinde Sirnach hat den Vertrag mit der Sekundarschulgemeinde Ägelsee auf das Schuljahr 2011/2012 gekündigt. «Wie denn die Perspektiven künftig in Bezug auf die Busswiler Schüler aussehen», wollte ein Votant wissen.

Dazu konnte der Schulpräsident noch «keine detaillierte Auskunft geben», wie er meinte. Man habe noch keine Signale wie die VSG Sirnach tendiere und wolle den Verhandlungen nicht vorgreifen. «Wir möchten aber die Busswiler Kinder weiterhin bei uns beschulen», erklärte Armin Blöchlinger.

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