Auch weiterhin Mehrarbeit bei Bühler

Die Bühler AG senkt die Wochenarbeitszeit von 45 auf 42,5 Stunden. Damit setzt der Uzwiler Technologiekonzern die Mehrarbeit in reduzierter Form fort. Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit stehe weiter im Vordergrund, wird die Massnahme begründet.

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Blick in die Produktion. (Bild: Coralie Wenger)

Blick in die Produktion. (Bild: Coralie Wenger)

UZWIL. Bühler hat sich nach intensiven Verhandlungen mit seiner Mitarbeiterkommission darauf verständigt, die Mehrarbeit als Gegenmassnahme zum starken Schweizer Franken fortzuführen. Dies teilte das Unternehmen gestern mit.

Keine Kündigungen

Bühler einigte sich im Rahmen des Gesamtarbeitesvertrages (GAV) auf folgende Massnahmen: Vom 1. Oktober 2015 bis 31. März 2016 beträgt die Wochenarbeitszeit für die gesamte Schweizer Belegschaft 42,5 Stunden. Einstellungen werden in dieser Zeit grundsätzlich ausgesetzt. Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen, in der Schweiz für die Laufzeit keine Kündigungen und Lohnreduktionen aus wirtschaftlichen Gründen auszusprechen. Auch bleibt die Chance auf eine Erfolgsbeteiliung erhalten. Vor der Aufhebung der Eurountergrenze zum Schweizer Franken durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) betrug die Wochenarbeitszeit bei Bühler in der Schweiz 40 Stunden.

Programm zeigt Wirkung

Unmittelbar nach dem Erstarken des Frankens hatte Bühler mit einem umfassenden Massnahmenpaket reagiert, um bestehende Aufträge und Projekte zu sichern, Marktanteile und Profitabilität zu halten sowie die Produktivität zu erhöhen. «Dieses Programm zeigt seine Wirkung und kann dank eines guten Auftragsbestands fortgeführt werden», sagt Calvin Grieder. Dennoch habe sich die Produktivität in den vergangenen sieben Monaten noch nicht so weiterentwickelt, dass sie alle Kostennachteile wettmachen könne. Daher bleibe es essenziell, mit Mehrarbeit einen wichtigen Beitrag zur Konkurrenzfähigkeit zu leisten. Gleichzeitig würden bereits initiierte Projekte zur Wachstumssteigerung und zur Optimierung des globalen Produktionsnetzwerkes weiter vorangetrieben, sagt Grieder. «Wir danken unseren Mitarbeitenden für ihren Einsatz, ihre Flexibilität und ihren Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Schweiz», sagt CEO Calvin Grieder. (hs)

Calvin Grieder CEO Bühler AG (Bild: pd)

Calvin Grieder CEO Bühler AG (Bild: pd)