«Auch der Breitensport profitiert»

FUSSBALL. Im Rahmen der 41. Delegiertenversammlung der IG Wiler Sportvereine stellte Daniel Bamert «Future Champs Ostschweiz» vor. Das Förderprojekt bildet junge Talente aus der Region aus und führt sie an die Profimannschaften heran.

Larissa Flammer
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Daniel Bamert sprang für Roger Zürcher ein, referierte aber ebenfalls kompetent und interessant. (Bild: Larissa Flammer)

Daniel Bamert sprang für Roger Zürcher ein, referierte aber ebenfalls kompetent und interessant. (Bild: Larissa Flammer)

«Future Champs Ostschweiz» (FCO) wurde vor zweieinhalb Jahren gebildet und möchte mittelfristig zu einer der Topadressen in der Nachwuchsförderung der Fussballschweiz werden. Das Programm bezieht mit mittlerweile acht Stützpunkten die gesamte Ostschweiz mit ein. Über 130 Vereine und auch die Verbände von St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Glarus und Liechtenstein sind mit dabei.

Ab der Stufe U11 und U12 beginnen die Vereine damit, ihre Spieler zu selektionieren und hoffnungsvolle Talente zu den regionalen Stützpunkten des Förderprogramms zu schicken. In den Stufen U13, U14 und U15 besuchen dann die Besten die Oberstufe im FCO Campus in Bürglen, wo sie nebenbei optimal Fussball trainieren können. Die FCO-Akademie bietet ausgewählten Spielern der Stufen U17 bis U21 ein zweites Zuhause in der AFG Arena und eine professionelle Betreuung.

Wichtige Zusammenarbeit

Daniel Bamert, der das Programm am Freitagabend in der Aula des Lindenhofs vorstellte, musste kurzfristig einspringen. Eigentlich sollte Roger Zürcher, der technische Leiter von FCO, vor der Delegiertenversammlung stehen. Wegen eines Staus und einer Reifenpanne bei Zürcher musste Bamert, der als Koordinator bei FCO arbeitet und lange technischer Leiter des FC Wil war, einspringen. Er sprach von den Bemühungen, junge Fussballspieler aus der Ostschweiz zu fördern: «Viele Verantwortliche, auch solche beim Schweizer Fussballverband, haben immer noch das Gefühl, bei Winterthur sei die Schweiz fertig.» Aus diesem Grund sei es sehr wichtig, dass in der Ostschweiz zusammengearbeitet werde und nicht der FC Wil und der FC St. Gallen als einzige selbst etwas bewerkstelligen wollen.

Spieler halten

Das Förderprogramm der Ostschweiz hat es nicht einfach, Spieler in der Ostschweiz zu halten: «Immer wieder gehen junge Talente zu den Spitzenclubs wie Basel oder Zürich, das lässt sich nicht steuern», so Bamert. Optimalerweise landen die Spieler in der U21-Mannschaft des FC St. Gallen, die sich zusammen mit nur drei weiteren U21-Mannschaften in der 1. Liga Promotion zu etablieren versucht, beim FC Wil oder dem FC Vaduz in der Challenge League oder beim FC St. Gallen in der Super League.

Den Erfolg des Förderprojekts sieht man darin, dass der FCSG vor drei Jahren noch keinen Spieler in den Nationalmannschaften der Stufe U15 bis U19 hatte, es jetzt aber bereits deren neun sind. Schafft es ein junger Spieler nicht in die nächsthöhere Mannschaft des Förderprogramms, kehrt er zu seinem Stammverein zurück. Mit diesem profitiert daher die gesamte Fussballregion von der Nachwuchsförderung.

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