Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Astwerk anstatt Zahlen beigen

Während einer Woche leistet die Klasse 1bNP der Kantonsschule Wil in der Mistelegg bei Hemberg einen Arbeitseinsatz in der Natur. Dies im Rahmen eines Projekts des Landschaftskonzepts Neckertal.
Urs. M. Hemm
Die Jugendlichen der Klasse 1bNP der Kanti Wil säubern ein Waldstück in der Mistelegg. (Bild: Urs M. Hemm)

Die Jugendlichen der Klasse 1bNP der Kanti Wil säubern ein Waldstück in der Mistelegg. (Bild: Urs M. Hemm)

Eng zusammengekauert sitzen die 20 Jugendlichen unter einer Zeltplane und geniessen ihren Znüni. Denn bereits seit 8.30 Uhr sind sie in der Mistelegg im Einsatz – und das bei teils strömendem Regen. «Dass das Wetter gerade nicht mitspielt, ist schade. Dennoch sind die Jugendlichen motiviert», sagt Stefanie Hertfelder, Klassenlehrerin der 1bNP. Diesen Eindruck bestätigt Sandra Gerlach, Projektbearbeiterin vom Landschaftskonzept Neckertal, LKN. «Das Zusammentragen der Äste und das Rechen der Wiese ist eine anstrengende Arbeit, aber von den Jungen habe ich bisher noch kein Murren gehört», sagt sie.

Zur Förderung der Artenvielfalt

Die Bäume, die überall herumliegen, wurden in den vergangenen Tagen gefällt, um den Wald zu lichten und um eine Verbindung zwischen zwei Wiesenflächen für verschiedenste Tierarten zu schaffen. «Das Holz können wir aber nicht einfach liegen lassen, weil die Nährstoffe, die beim Verrotten entstehen und in den Boden gelangen, das Wachstum jener Pflanzen hemmen, die nährstoffarme Böden bevorzugen», erläutert Gerlach. So ist die Aufgabe der Jugendlichen, alles Holz zusammenzutragen und Haufen aufzuschichten. Denn es ist unmöglich, es aus dem unzugänglichen Gelände abzuführen. Aber auch diese Holzhaufen bieten wiederum Lebensraum für viele Tierarten, so dass auch dies der Förderung der Artenvielfalt dient – eines der höchsten Ziele des LKN.

Und um dieses Ziel zu erreichen, geben die Jugendlichen der 1bNP vollen Einsatz, schleppen gemeinsam Baumstämme und Äste und unterstützen einander, wo es geht. Die Schülerinnen und Schüler sind in der Gruppenunterkunft Arlis in Hemberg untergebracht. «Die Zimmereinteilung haben sie selbst organisieren müssen. Zudem ist jeden Tag eine andere Gruppe mit kochen dran», sagt Stefanie Hertfelder. Dies soll den Zusammenhalt fördern. Denn die Klasse besteht in dieser Zusammensetzung erst seit Anfang August. «Die Kinder kommen von verschiedenen Schulen und kennen sich noch nicht so gut. Das Lager soll in diesem Sinne auch dem Kennenlernen dienenden», erläutert Hertfelder. Die Kantonsschule Wil führt jeweils im Frühling und Herbst eine besondere Unterrichtswoche durch. Was unternommen wird, bleibt den Klassen selbst überlassen. Es sollte jedoch ein Engagement im Bereich Umwelt oder Soziales sein.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.