Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Areal an der Rösslistrasse in Flawil:
Ein Schandfleck mitten im Dorf

Ein wenig attraktives Bild bietet sich Fussgängern, die entlang der Rösslistrasse in Flawil spazieren: ein Areal mit einem teilweise abgebrochenen Gebäude, in dem sich allerlei Unrat anhäuft.
Philipp Stutz
Alles andere als eine Augenweide: die Bauruine an der Rösslistrasse 13 in Flawil.(Bilder: Philipp Stutz)

Alles andere als eine Augenweide: die Bauruine an der Rösslistrasse 13 in Flawil.
(Bilder: Philipp Stutz)

Paletten, PET-Flaschen, Aludosen und Altpneus stapeln sich im Areal, das von einem Maschendrahtzaun umgeben ist. Dabei hat der Inhaber des Gebäudes, Engjell Prenrecaj, bereits vor acht Jahren ein Baugesuch gestellt. Er wollte das Gebäude umbauen und umfassend renovieren. Doch Einsprachen sorgten dafür, dass diese Pläne nicht umgesetzt werden konnten. Danach wurde ein weiteres Baugesuch eingereicht, das einen Neubau vorsah. Doch auch hier kam es zu Einsprachen, die zurzeit beim kantonalen Baudepartement hängig sind.

Langes Warten auf Baubewilligung

«Seit 2011 warten wir nun auf die Baubewilligung», sagt Ralph Geissberger von der mit der Planung beauftragten Geissberger Architektur AG: «Das kostet Zeit und Geld.» Dabei liege ein Projekt vor, das auf das ehemalige Stickereiquartier Rücksicht nehme. «Wir möchten das Vorhaben zeitgemäss umsetzen», sagt Geissberger. Geplant sind zwei Garagen und je drei Dreieinhalb- und Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen. Hinzu kommt ein Gewerberaum im Erdgeschoss.

Für das Stickereiquartier besteht ein Quartier-Richtplan. Die bauliche und architektonische Entwicklung wird darin detailliert beschrieben.

Allerlei Unrat ist auf dem Areal illegal deponiert worden.

Allerlei Unrat ist auf dem Areal illegal deponiert worden.

Ein Augenschein soll Klarheit schaffen

Die Bau- und Infrastrukturkommission der Gemeinde wartet nun auf den Entscheid aus St. Gallen. Eine Einsprache richtete sich gegen die Erschliessung, die zweite gegen das Gebäude. «Ende April findet nochmals ein Augenschein statt», sagt Geissberger. Danach sollte der definitive Entscheid getroffen werden. «Wir hoffen, mit den Bauarbeiten im Sommer beginnen zu können.»

Mit dem Rückbau des Gebäudes an der Rösslistrasse 13 ist längst begonnen worden. Ein Teil des Hauses besteht aber immer noch. Dies aus dem Grund, weil der Bagger gleichzeitig für den Abbruch und später für den Aushub verwendet werden soll. Inzwischen ist das Areal mit allerlei Unrat gefüllt worden. Für diesen Umstand kann aber nicht alleine der Eigentümer verantwortlich gemacht werden. Mitbürger haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und hier illegal Abfall entsorgt. Ein Umstand, den auch die Flawiler Gemeindebehörde beschäftigt. «Selbstverständlich sind wir daran interessiert, diesen wenig erfreulichen Zustand zu beheben», sagt Bauverwalter René Bruderer. Man habe den Eigentümer aufgefordert, für Ordnung zu sorgen. «Doch wenn von einem Abbruchobjekt keine Gefahren ausgehen, sind uns die Hände gebunden.»

Alt-Flawil

Das ehemalige Stickereiquartier zwischen der Rössli-, Oberdorf- und Enzenbühlstrasse mit seiner wertvollen Bausubstanz hat eine hohe Bedeutung hinsichtlich seiner Wirkung im Ortsbild und seiner Funktion als Identitätsfaktor der Gemeinde. Das Alter der Bauten bedingt einen wachsenden Renovationsdruck bzw. führte zum wiederholt geäusserten Wunsch nach Ersatz- und Umbauten. Die prägenden Elemente des Quartiers sollen gesichert und der öffentliche Raum städtebaulich aufgewertet werden. (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.