Architekten sind jetzt gefragt

Die Planung für die Erweiterung beim Wohn- und Pflegeheim Lindenbaum in Weieren wird mit einem Architekturwettbewerb gestartet. Bis im Herbst sollen rund ein Dutzend Projekte von einer Jury beurteilt werden.

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zuzwil. Ende Februar 2009 habe der Gemeinderat den Bericht «Wohnen im Alter in der Gemeinde Zuzwil» verabschiedet und in Vernehmlassung gegeben, heisst es in den Gemeindemitteilungen. Das Ergebnis der Vernehmlassung sei inzwischen bekannt: «Grossmehrheitlich wird die vorgegebene Richtung der Behörde unterstützt. Der bisherige Standort Weieren ist für die Betreuung und Pflege von Betagten ausgewiesen, er wird als richtig beurteilt. Eine Erweiterung auf 36 bis 42 Pflegeplätze ist sinnvoll und angebracht», schreibt der Gemeinderat.

Als weitere Wohnform soll «Betreutes Wohnen» angegliedert werden. Im letzten Herbst hat der Gemeinderat entschieden, auf die Teilnahme am Projekt «Kooperationen im Altersbereich Stadt Wil und Umgebung» zu verzichten. Verbunden damit war die Absicht, das heutige Wohn- und Pflegeheim zu stärken und dessen Autonomie zu wahren.

Strategie festgelegt

Zusammen mit der Heimkommission hat der Gemeinderat die strategische Ausrichtung des Wohn- und Pflegeheims Lindenbaum diskutiert und festgelegt.

Zusammenfassend nimmt die Strategie Rücksicht auf die «Kunden der Zukunft», die unter anderem aus dem Internetzeitalter kommen. Diese Kunden sind anspruchsvoller und haben eine andere soziale Vergangenheit als die heutigen Pensionäre. Das «neue Wohn- und Pflegeheim Lindenbaum» soll sich im «Markt» positionieren mit neuer, moderner Infrastruktur, familiärer, überschaubarer und herzlicher Betreuung, ruhiger, ländlicher Lage mit Blick in den Alpstein sowie guter verkehrstechnischer Erschliessung (Postautohaltestelle).

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist ein Architekturwettbewerb notwendig. Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs umfasst die Projektierung einer Erweiterung des Wohn- und Pflegeheims Lindenbaum mit gleichzeitiger Gesamtkonzeption. Die Lösung soll sich durch eine hohe ortsbauliche, architektonische und betriebliche Qualität auszeichnen.

Gleichzeitig werden Anforderungen an die betrieblichen Abläufe, an eine wirtschaftliche Bauweise sowie einen kostengünstigen Unterhalt des Gebäudes gestellt. Der Projektwettbewerb wird Anfang Mai 2010 gestartet.

Wettbewerbsverfahren

Der Wettbewerb wird im selektiven, anonymen Verfahren in Anwendung der gesetzlichen Vorschriften durchgeführt. Die Teilnahme am Projektwettbewerb unterliegt einer Präqualifikation. Das Preisgericht wählt aufgrund verschiedener Kriterien sechs bis zwölf Architekturbüros aus, welche am Wettbewerb teilnehmen können. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.

Im Sinne der Nachwuchsförderung wird das Preisgericht mindestens zwei Nachwuchsteams am Projektwettbewerb mitwirken lassen. (gk./alb.)

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