Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

Während die Zahl der Stellensuchenden in der Schweiz gesamthaft stagnierte, hat sie im Kanton St. Gallen und im Einzugsgebiet des RAV Oberuzwil erneut deutlich abgenommen.

Drucken
Teilen

Oberuzwil. Erstmals seit Längerem ist der Rückgang der Stellensuchenden im Dienstleistungssektor grösser als im Industriebereich. Dies teilt das RAV Oberuzwil mit. Ein leichter Zuwachs ist im Baugewerbe festzustellen. Das Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik zeigt immer noch eine sinkende Zahl der Stellensuchenden an.

98 offene Stellen

Im Oktober 2010 haben sich 187 Personen neu auf dem RAV Oberuzwil angemeldet. Im gleichen Zeitraum haben sich 264 stellensuchende Personen abgemeldet.

Gegenüber dem September 2010 sind somit 77 Personen weniger eingeschrieben. Im Oktober 2010 suchten 1661 Personen eine neue Anstellung. Die Stellensuchenden-Quote fiel damit auf den Wert von 4,4 %.

Die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen fiel gegenüber dem Vormonat höher aus. Im Oktober 2010 konnte das RAV Oberuzwil 98 offene Stellen aufnehmen.

3,8 Prozent weniger Arbeitslose

Im Kanton St. Gallen hat sich die Arbeitslosigkeit weiter erheblich zurückgebildet. Die Zahl der Stellensuchenden nahm um 2,5 Prozent, diejenige der Arbeitslosen um 3,8 Prozent ab. Bei den 15- bis 24-Jährigen ist die Abnahme mit 5,8 Prozent besonders ausgeprägt.

Während die Stellensuchenden- und Arbeitslosenzahlen in der Schweiz gesamthaft stagnierten, haben sie im Kanton St. Gallen erneut deutlich abgenommen. Ende Oktober 2010 waren im Kanton St.

Gallen 11 264 Personen als stellensuchend gemeldet (–291), davon 7224 (–285) als arbeitslos. Das ergibt eine Stellensuchendenquote von 4,6 Prozent und eine Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent (jeweils –0,1 Prozent). Die Stellensuchendenzahlen haben um 2,5 Prozent, die Arbeitslosenzahlen um 3,8 Prozent abgenommen.

Kurzarbeit

Die Voranmeldungen für Kurzarbeit betreffen rund 2500 Personen in 120 Betrieben. Das Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik zeigt weiterhin eine sinkende Tendenz an.

Erstmals seit Längerem ist der Rückgang im Dienstleistungssektor (–3,1 Prozent) grösser als im Industriebereich (–2,4 Prozent).

Autohandel profitiert

Profitiert haben der Bereich Autohandel und -reparatur (–9,3 Prozent auf 137 Stellensuchende), der Detailhandel

(–8,2 Prozent auf 755), der Grosshandel (–6,8 Prozent auf 558) und der Zweig Verkehr und Transport (–6,6 Prozent auf 240).

Eine leichte Zunahme gab es im Gastgewerbe (+1,6 Prozent auf 815). Nach wie vor auf gutem Weg sind die Branchen Metall (–5,1 Prozent auf 506), Elektrotechnik, Elektronik, Uhren und Optik (–8,1 Prozent auf 285) und der Maschinenbau (–5,9 Prozent auf 382). Ein leichter Zuwachs ist im Baugewerbe festzustellen (+3,0 Prozent auf 545). In diesen Branchen profitierten vor allem stellensuchende Fachkräfte.

Eindrücklich ist der Rückgang erneut bei den 15- bis 24-Jährigen (–7,2 Prozent auf 1983 Stellensuchende), während er bei den 25- bis 49-Jährigen (–1,8 Prozent auf 6379) und den Älteren (–0,8 Prozent auf 2902) unterdurchschnittlich ist.

Regionale Unterschiede

Regional betrachtet hat die RAV-Region Rapperswil-Jona (–9,3 Prozent auf 1002 Stellensuchende) die stärkste Abnahme zu verzeichnen, gefolgt von Wattwil (–4,5 Prozent auf 638), Oberuzwil (–4,4 Prozent auf 1661), Heerbrugg (–1,8 Prozent auf 2728) und St.

Gallen (–1,0 Prozent auf 3945). Eine leichte Zunahme gab es in Sargans (+0,5 Prozent auf 1290).

In einem Zwischenverdienst

Ende Monat befanden sich 1418 Stellensuchende (12,6 Prozent) in einem Kurs oder einem Programm zur vorübergehenden Beschäftigung, 1972 Personen (17,5 Prozent) gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen beträgt 1226, dies sind 29 weniger als im Vormonat.

Knapp 40 Prozent der Stellen stammen aus dem Bau- oder dem Gastgewerbe, eine beträchtliche Zahl aber auch aus dem Bereich Metall und Maschinenbau. (sk./stu.)

Aktuelle Nachrichten