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ARA Oberglatt: Bauauftakt zu 20-Millionen-Franken-Projekt

In Flawil ist der Spatenstich für den Ausbau der ARA Oberglatt und die Erweiterung ihrer Biofiltration erfolgt. Die Fertigstellung ist auf Herbst 2021 geplant. Ab dann werden Mikroverunreinigungen mit Aktivkohle beseitigt.
Joëlle Ehrle
Wie es der Zufall wollte, feierte Betriebsleiter Walter Hörler gleich zwei Ereignisse an einem Tag: Seinen Geburtstag und den Spatenstich auf dem Areal der ARA Oberglatt, welchen er durchführte. (Bild: Joëlle Ehrle)

Wie es der Zufall wollte, feierte Betriebsleiter Walter Hörler gleich zwei Ereignisse an einem Tag: Seinen Geburtstag und den Spatenstich auf dem Areal der ARA Oberglatt, welchen er durchführte. (Bild: Joëlle Ehrle)

Vor mehr als einem Jahr stimmten die Gemeinden Flawil, Degersheim und Gossau mit grossem Mehr einem Kredit zum Ausbau der ARA Oberglatt für insgesamt 20 Millionen Franken zu. Geplant war der Baubeginn gegen Ende 2018. Wegen aufwendiger Abklärungen im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens, verzögerte sich der Spatenstich aber auf den gestrigen Tag. Das Projekt soll im Herbst 2021 beendet werden.

Wachstum im Einzugsgebiet und neue
Gesetzgebung sind Gründe für Ausbau

Knapp 20 Jahre sei es her, als die ARA Oberglatt ihre Kläranlage zuletzt ausgebaut habe, sagt Fritz Wüthrich vom Ingenieurbüro Kuster und Hager, das für die Realisation verantwortlich ist. Gründe für den weiteren Ausbau sind die Entwicklung im Einzugsgebiet, welche eine Kapazitätssteigerung der biologischen Reinigungsstufe erfordern sowie die neue Gesetzgebung betreffend Mikroverunreinigungen im Abwasser. Diese sieht künftig die Eliminierung von Mikroverunreinigungen vor, die entstehen, wenn Substanzen wie Medikamente, Kosmetika und Reinigungsmittel ins Abwasser gelangen. Solche Stoffe seien bislang wenig oder praktisch nicht eliminiert worden.

Heutzutage entfernen die Kläranlagen in erster Linie Nährstoffe wie Kohlenstoff, Phosphor und Stickstoff aus dem Abwasser. Unzählige Stoffe werden hingegen nicht oder nur teilweise zurückgehalten. Mit dem Einsatz von Aktivkohle soll sich dies nun ändern. «Wir haben uns für dieses Verfahren entschieden, da wir in Herisau bereits sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben», sagt Wüthrich.

Der Bauplan sieht die Entstehung von mehreren Becken vor, in denen die Kohle sedimentiert und zudosiert wird. Auch wird ein Silo für die Lagerung der Aktivkohle gebaut. Wie auch beim Umbau vor etwa 20 Jahren geschieht dies alles unter Berücksichtigung der Umwelt. «Wir arbeiten eng mit dem Naturschutzverein Flawil und Umgebung zusammen», betont Wüthrich.

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