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ANSTIEG: Der Trend setzt sich fort

Die Suchtberatung Region Wil betreute vergangenes Jahr mehr Klienten als noch 2015. Die Neuanmeldungen wegen Kokain haben sich allerdings halbiert.
750 telefonische Beratungen hat die Suchtberatung Region Wil im vergangenen Jahr durchgeführt.Themenbild: PD

750 telefonische Beratungen hat die Suchtberatung Region Wil im vergangenen Jahr durchgeführt.Themenbild: PD

Im vergangenen Jahr wurden 231 Klienten betreut. Das sind sieben mehr als im Vorjahr. Im Bereich der legalen Süchte wie Alkohol, Essstörungen oder Spielsucht sank die Zahl der Fälle wie schon 2015. Sie ging von 108 auf 100 Fälle zurück. Im Bereich der illegalen Suchtmittel zeigte sich eine gegenläufige Entwicklung, hier war eine Zunahme von 116 auf 131 Fälle zu verzeichnen. Der langjährige Trend setzt sich damit fort: Mit Ausnahme von 2015, als sich ein punktueller Rückgang ergeben hatte, waren die Fallzahlen seit 2012 stetig angestiegen.

In Bezug auf die illegalen Suchtmittel zeigten sich eine markante Veränderung: Die Zahl der Neuanmeldungen in der Stoffgruppe Kokain halbierte sich von zwölf auf noch sechs Neuanmeldungen. Die Fallzahl in den Bereichen Fahren in angetrunkenem Zustand nahmen deutlich ab. Sie sank von 43 auf 31 Fälle. Deutlich zugenommen hat hingegen die Anzahl der Beratungen infolge Fahrens unter Drogeneinfluss: 2015 verzeichnete das Team der Suchtberatung Region Wil (SBRW) in diesem Bereich 39 Fälle, in den letzten zwölf Monaten waren es deren 54. Dazu kamen sieben weitere Massnahmen im Bereich der Justiz, während die Jugendanwaltschaft 16 Zuweisungen vorgenommen hat. Insgesamt hatte die Suchtberatung Region Wil im vergangenen Jahr 124 Fälle im Bereich Fahren in angetrunkenem Zustand oder unter Drogen sowie Massnahmen der Justiz und der Jugendanwaltschaft zu verzeichnen: 20 mehr als im Vorjahr.

Wiler Hausärzte verfügen Stopp für neue Patienten

Ein problematischer Umstand akzentuierte sich im vergangenen Jahr im medizinischen Bereich: Es wurde ein akuter Mangel an Hausärzten in der Stadt Wil festgestellt. «Alle uns bekannten Praxen haben einen Stopp für neue Patienten verfügt. Plätze für Klienten zu finden, ist daher sehr schwer», sagt Stellenleiter Hermann Gander.

Das Team der Suchtberatung Region Wil besteht aus sechs Personen: Nebst Gander gehören Stellenarzt Urs Germann, die Sekretariatsmitarbeiterinnen Karin Knecht und Claudia De Riva sowie zwei Suchtberaterinnen dazu. Bei letzteren gab es 2016 personelle Veränderungen: Die langjährigen Mitarbeiterinnen Edith Römer und Susanne Schultz haben gekündigt, um sich beruflich neu zu orientieren. Mit Suchtberaterin Rahel Gerber und Suchtberater Peter Lötscher konnten in Wil zwei neue Mitarbeitende eingestellt werden.

Bei Problemen mit legalen Suchtformen ist die SBRW für Einwohnende der Gemeinden Wil, Niederhelfenschwil, und Zuz­wil zuständig. Bei Problemen mit illegalen Suchtformen für die Einwohner von Wil, Bütschwil-Ganterschwil, Kirchberg, Lütisburg, Mosnang, Niederhelfensch­wil und Zuzwil. (pd)

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