Anpassung der Statuten zurückgestellt

FLAWIL. «Wir haben Schelte erwartet, stattdessen Dankesworte und 20 Franken erhalten: Wir waren perplex.

Andrea Häusler
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Nimmt im Vorstand der SVP-Kreispartei Einsitz – sofern seine Wahl statutarisch zulässig war: Harry Brack. (Bilder: Andrea Häusler)

Nimmt im Vorstand der SVP-Kreispartei Einsitz – sofern seine Wahl statutarisch zulässig war: Harry Brack. (Bilder: Andrea Häusler)

FLAWIL. «Wir haben Schelte erwartet, stattdessen Dankesworte und 20 Franken erhalten: Wir waren perplex.» Die Begegnung mit einer fremden Person am Tag der Schweizerischen Delegiertenversammlung der SVP stellte Präsident Bruno Dudli an den Beginn der Hauptversammlung der Kreispartei Wil im «Rössli», Flawil. Seine Reaktion bezeichnete er als exemplarisch, aber inzwischen nicht mehr gerechtfertigt: «Wir haben den Turnaround erreicht», folgerte er.

Wahlerfolge

Die Aussage bekräftigte er mit dem Mitgliederzuwachs im Kreis Wil um 15 Prozent auf 358 im vergangenen Jahr. Aber auch mit den «Highlights 2015»: den Wahlerfolgen auf verschiedenen Stufen, der Publikumsbeteiligung an Veranstaltungen, der erfolgreichen Lancierung von Vorstössen. Besonders hob er die Renaissance der SVP-Ortspartei Oberuzwil durch Marco Baumann hervor. Auf nationaler Ebene rief Bruno Dudli die 11 zusätzlichen Sitze und die frappante Steigerung des Wähleranteils bei den Nationalratswahlen hervor und drückte sein Bedauern darüber aus, dass sich die SVP bei den Wahlen ins Stöckli nach wie vor schwer tue.

«Die Gunst der politischen Stunde gilt es nun zu nutzen, um am 28. Februar die Stellung der stärkten Partei im Kanton auszubauen», sagte er. Die Ziele der Kreispartei Wil der SVP sind klar: Sechs statt bisher fünf Kantonsratssitze und zwei statt ein Regierungsmitglied.

Damit sich weder die amtierenden Mandatsträger noch die Kandidierenden und die Vorstandsmitglieder – die inklusive Präsident für eine weitere vierjährige Amtszeit wiedergewählt wurden – auf den Lorbeeren ausruhen, gab es neben Anerkennungsworten «Volgaz»-Wein für fast alle. Noch mehr Würde und Bürde erhielt Harry Brack: Er wurde als Beisitzer/Eventmanager gewählt und wird als zusätzliches Mitglied im Vorstand Einsitz nehmen, sofern seine Wahl statutenkonform war.

Statutenrevision beschlossen

Diese, die Statuten, sollen ohnehin revidiert werden. Die 32 anwendenden Mitglieder stimmten am Dienstag einem entsprechenden Antrag zu und erteilten dem Vorstand die Kompetenz zur Vorbereitung der Überarbeitung. Die Parteileitung hatte eine Teilrevision vorgeschlagen, bei der – aufgrund der Erfahrungen vom Herbst – die Kandidierenden bei nationalen Wahlen neu nicht mehr von den Kreisparteimitgliedern zuhanden der Kantonalpartei Kandidaten nominiert werden sollten, sondern vom Vorstand. Dies aus Gründen der Effizienz.

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