«Anliegen werden analysiert»

Nachgefragt

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Der Kirchberger Gemeindepräsident Roman Habrik bietet den Bürgern mit dem «offenen Ohr» eine Möglichkeit, Fragen und Anregungen direkt bei ihm anzubringen. Der Austausch soll unkompliziert und für jedermann möglich sein. Am Montag fand das erste «offene Ohr» in Bazenheid statt. Weitere folgen in Gähwil am 3. April und in Kirchberg am 1. Mai.

Herr Habrik: Wie war die Resonanz auf Ihr erstes «offenes Ohr» als Gemeindepräsident?

Geplant waren eineinhalb Stunden, es ist sogar eine Viertelstunde mehr daraus geworden. Die Reaktionen waren positiv. Es gab sogar Komplimente, dass so etwas überhaupt angeboten wird. Mein Empfinden ist, dass das «offene Ohr» extrem geschätzt wird. Ich hatte im Vorfeld etwas Bedenken, ob überhaupt jemand kommt, daher nahm ich Unterlagen zum Studium mit. Diese Bedenken waren aber schnell ausgeräumt.

Demnach ist der Bedarf ausgewiesen?

Ich denke schon. Es war der erste Abend, da kann man es noch nicht abschliessend sagen. Es entstanden interessante Diskussionen. Teilweise gab es auch Menschen, die mich einfach näher kennen lernen wollten. Andere wiederum sprachen über Zukunftsvisionen.

Was waren das für Themen, mit denen Sie seitens der Bürger konfrontiert waren?

Ich habe jedem Bürger die Vertraulichkeit zugesichert, daher möchte ich an dieser Stelle nicht im Detail auf ein einzelnes Thema eingehen.

Was ist Ihre Meinung? Konnten Sie aus Ihrer Sicht die Erwartungen der Bürger an das «offene Ohr» erfüllen?

Es gibt verschiedene Kriterien von Erwartungen. Bei den einen ging es nur um das Kennenlernen. Andere beschäftigt seit mehreren Jahren ein konkretes Problem. Nun gibt es einen neuen Gemeindepräsidenten, bei dem sie das Anliegen deponieren wollten. Ich habe mir für alle Zeit genommen. Nun geht es darum, die deponierten Anliegen im Detail zu analysieren.

Wird aus Ihrer Sicht das «offene Ohr» beibehalten?

Wenn es so läuft wie heute, wird es sicher eine Fortsetzung geben.

Welches Fazit ziehen Sie nach dem ersten Mal?

Die Zeit ging um wie im Flug. Ich konnte wieder neue Leute kennen lernen, die den Gang aufs Gemeindehaus scheuen. In Bazenheid war spürbar, welche Themen im Dorf unter den Nägeln brennen. (bl)