Anlage nur aus der Luft sichtbar

Die Photovoltaikanlage auf dem Garderobengebäude in der Henauer Rüti ist in Betrieb. Sie soll jährlich Strom für 20 Einfamilienhäuser liefern.

Ives Bruggmann
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Rund 500 Module wurden für die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Garderobengebäudes installiert. (Bild: imagevideo Flawil, Beat Schiltknecht)

Rund 500 Module wurden für die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Garderobengebäudes installiert. (Bild: imagevideo Flawil, Beat Schiltknecht)

UZWIL. Mit rund 800 Quadratmetern ist die Photovoltaikanlage in der Sportanlage Rüti in Henau eine der grössten in der Gemeinde Uzwil. Sie wandelt die Kraft der Sonne in jährlich 106 000 Kilowattstunden um und speist sie automatisch in den Uzwiler Stromkreislauf. Wer die Anlage aber sehen will, muss auf einen erhöhten Standort ausweichen, denn die fast 500 Module sind vom Boden aus nicht sichtbar. Aus gutem Grund.

250 000 Franken teure Anlage

Der Liegenschaftenverwalter der Gemeinde Uzwil, Manfred Hollenstein, sagt: «Das Garderobengebäude fügt sich zurückhaltend-elegant in die Thurebene ein. Diesen Gesamteindruck wollten wir nicht durch sichtbare Dachaufbauten stören. Deshalb blieb der Dachrand grosszügig frei. Die Anlage ist dadurch nur von erhöhten Standorten aus sichtbar.» Rund 250 000 Franken investiert die Gemeinde in die Photovoltaikanlage. Finanziert wird die Anlage gemäss dem Uzwiler Verwaltungsleiter Thomas Stricker über die Beiträge der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) innerhalb der nächsten 15 Jahre.

Das Ziel der Gemeinde Uzwil ist es, jedes Jahr eine eigene Photovoltaikanlage zu erstellen. Als nächstes Gebäude stehen dafür das Feuerwehrdepot und die Eishalle auf der Liste.

Entsorgung noch kein Thema

«Ob wirklich in jedem Jahr eine neue Anlage realisiert werden kann, hängt von unterschiedlichen Kriterien ab. In diesem Jahr haben wir unser Soll mit der Anlage in der Henauer Rüti erfüllt», sagt Stricker.

Die Entsorgung der Anlage beschäftigt ihn indes noch nicht. «Es ist bekannt, dass es derzeit nicht so einfach ist, eine Photovoltaikanlage zu entsorgen oder zu rezyklieren.» Bei einer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren glaube er aber, dass sich dieses Problem in dieser Zeit entschärfen werde.