Anlage in der Felsegg reaktivieren

«Traum von Energiestadt Uzwil», Wiler Zeitung vom 8. März 2011 Der Leserbrief von Walter Bollinger hat mir zutiefst aus dem Herzen gesprochen, und seine fundierte Analyse über die sogenannte Energiestadt Uzwil teile ich zu einem schönen Teil. Aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden …

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«Traum von Energiestadt Uzwil», Wiler Zeitung vom 8. März 2011

Der Leserbrief von Walter Bollinger hat mir zutiefst aus dem Herzen gesprochen, und seine fundierte Analyse über die sogenannte Energiestadt Uzwil teile ich zu einem schönen Teil. Aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden …

Strom selber produzieren

Ich weiss, der Gemeinderat geht auf Leserbriefe nicht ein. Aber ich erinnere mich, dass ein Beiratsmitglied und gleichzeitig Gemeinderat bei einer Sitzung des Beirats mitteilte, seine Vision wäre, wenn die Gemeinde 50 Prozent der Stroms selber produzierte. Es wäre interessant zu erfahren, wie viele Promille des Stroms in der Gemeinde Uzwil an Ort produziert wird. Und vielleicht könnte man auch noch mit anderen Energiestädten vergleichen … Dazu ein positives Beispiel: In Schönenberg bei Kradolf ist in der Thur ein einzigartiges Flusskraftwerk im Entstehen. Die Turbinen werden noch im März eingebaut, und das EW dürfte dieses Jahr seinen Betrieb aufnehmen. Auch in der Mühlau bei Bazenheid wurde das dortige Kraftwerk erneuert.

Kraftwerk in Richtplan

Und da wären wir natürlich beim Kraftwerk Felsegg bei Henau, das Walter Bollinger in seinem Leserbrief ebenfalls erwähnt und herbeiwünscht. Seit Jahren bestehen Pläne, diese Anlage, die über 100 Jahre in Betrieb war, wieder zu aktivieren. Da aber sowohl Gemeinde wie Kanton bisher skeptisch gegenüber den Plänen des Initianten sind, tut sich kaum etwas. Bei der Eingabe für die Aufnahme des Kraftwerks in den Richtplan (immerhin von drei Interessenten, darunter auch der CVP Uzwil, eingegeben) wurde unter Nr. 76 nicht eben aufmunternd geantwortet: «Das Vorhaben ist vor Aufnahme in den Richtplan basierend auf einem Projekt hinsichtlich Machbarkeit und Umweltverträglichkeit zu prüfen. Kein Handlungsbedarf.»

Übrigens hat sich die SP Uzwil zuhanden des Richtplans Nr. 75 für Solarenergie breitgemacht: «Im Sinne der Vorbildfunktion installiert die Gemeinde schrittweise Warmwasserkollektoren und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Bauten.» Immerhin hiess es dazu: «Prüfung im Einzelfall».

Noch etwas zur Eishalle: Auch Fritz Wegmann meinte in einem Leserbrief vom 8. 9. 2008: «Auf dem Dach der Eishalle eine Solaranlage, die die Energie für die Eisaufbereitungs-Anlage unterstützt und im Winter mit der Abwärme der Kälteanlage ein Hallenbad beheizt wird …»

In einem Satz: Meine Vision – vor Jahren hat mich Huldreich Hugentobler mit dieser Idee infiziert – ist nach wie vor ein EW in der Felsegg.

Wie hiess es schon wieder 2009 in der Richtplan-Zeitung: «Uzwil übernimmt eine Pionierrolle hinsichtlich der nachhaltigen Energieversorgung.»

Armin Benz

Ahornstrasse 5, 9240 Uzwil

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