ANGEFAHREN: Es wird wieder gefährlich

Mit Einbruch der dunklen Jahreszeit häufen sich die Meldungen über verletzte Fussgänger im Strassenverkehr. Viele Unfälle wären vermeidbar.

Hans Suter
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Ein Mann in dunkler Kleidung überquert langsamen Schrittes den Fussgängerstreifen. Nachts wäre das doppelt gefährlich. (Bild: Ralph Ribi)

Ein Mann in dunkler Kleidung überquert langsamen Schrittes den Fussgängerstreifen. Nachts wäre das doppelt gefährlich. (Bild: Ralph Ribi)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

«Unfall auf Fussgängerstreifen: Am Mittwoch um 17.15 Uhr ist auf der Zürcherstrasse in Wil eine 46jährige Frau mit ihrem Auto gegen eine Frau mit einen Kinderwagen gefahren.» Mit diesen Worten begann eine Medienmitteilung der Kantonspolizei St. Gallen von gestern. Solche Meldungen kommen nun wieder häufig vor.

Fachleute der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) vertreten die Auffassung, viele dieser Unfälle wären vermeidbar. Fussgängern werden zur besseren Sichtbarkeit helle Kleider mit lichtreflektierenden, rundum sichtbaren Materialien empfohlen. Als besonders wirkungsvoll gelten reflektierende Materialien an sich bewegenden Körperteilen, zum Beispiel Sohlenblitze oder Bänder an Fuss- und Handgelenken. Auch Velofahrer können sich vor Gefahren schützen. Am Velo sind Beleuchtung und Reflektoren vorne, hinten und an den Pedalen (ausser Renn- und Sicherheitspedale) gesetzlich vorgeschrieben. Das BfU empfiehlt eine fest montierte Beleuchtung und blinkende Zusatzlichter. Die Funktionstüchtigkeit ist regelmässig zu überprüfen. Speichenreflektoren oder reflektierende Pneus sorgen für seitliche Sichtbarkeit. Autofahrer sind angehalten, die Fahrweise der Sicht und Witterung anzupassen und für saubere Scheiben zu sorgen.